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TheWire playlist: Kramer

Zu ihrem Interview mit dem US-Musiker und Produzenten in The Wire 474 wählt Emily Pothast Tracks aus Kramers umfangreichem und vielfältigem Schaffen aus.

Der Multiinstrumentalist, Songwriter und Produzent Kramer, der ursprünglich als klassischer Organist ausgebildet wurde, sagt, er habe erst bei Karl Berger in dessen Creative Music Studio im Bundesstaat New York gelernt, ein „echter“ Musiker zu sein. Wie Kramer mir in unserem kürzlichen Interview in The Wire 474 erklärte, war es Berger, der Anfang des Jahres verstarb, der ihm beibrachte, wie man aufhört, Musik zu spielen, und anfängt, sie zu sein.

In den nächsten vier Jahrzehnten sollte Kramer dieses Prinzip in einer erstaunlichen Bandbreite von Projekten und Kontexten verfeinern: als Mitglied der New Yorker Inkarnation von Gong, als Tourbassist der Butthole Surfers, als Mitglied von Bands wie Bongwater und Shockabilly, als Produzent in seinem Studio Noise New York (später Noise New Jersey) und nicht zuletzt als Solokünstler.

Shimmy-Disc, das ursprünglich 1987 von Kramer gegründete Label, wurde nach einer langen Ruhephase im Jahr 2020 in Zusammenarbeit mit Joyful Noise Recordings wiederbelebt. Die erste Hälfte dieser Playlist konzentriert sich auf aktuelle Shimmy-Disc-Veröffentlichungen, die Kramers Fähigkeiten als Kollaborateur und Solomusiker in den Vordergrund rücken. Die zweite Hälfte beleuchtet einige seiner Studioarbeiten, die die späten 1980er und frühen 90er Jahre musikalisch geprägt haben.



© TheWire, 08/2023

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