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UKJazz News Release Tipp: Dave Douglas – Four Freedoms

Von Tony Dudley-Evans. Dave Douglas‘ Album „Four Freedoms“ ist inspiriert von Franklin D. Roosevelts Rede zur Lage der Nation vom 6. Januar 1941, in der er von der Notwendigkeit vierer Freiheiten sprach: Redefreiheit, Religionsfreiheit, Freiheit von Not und Freiheit von Furcht.

Douglas wird im Quartett von Marta Warelis am Klavier, Nick Dunston am Kontrabass und Joey Baron am Schlagzeug begleitet, Musikern, mit denen Douglas seit Jahren zusammenarbeitet, von zwei oder drei Jahren mit Warelis bis zu fünfunddreißig Jahren mit Baron. Alle drei sind in Europa ansässig, und das Quartett ist durch Douglas‘ Tourneen auf dem Kontinent zusammengekommen.

Douglas spricht in einem Interview mit Nate Chinen für WRTI (*) davon, dass er neue Wege für die Interaktion der Quartettmitglieder auf diesem Album finden und in gewisser Weise neue Muster oder Regeln für die Interaktion aufstellen wollte. Dies macht es zu einem sehr originellen und lebendigen Album, das zur anhaltenden Debatte darüber beiträgt, wie Komposition und Improvisation integriert werden können.

Dieser Ansatz kommt am deutlichsten im Titeltrack „Four Freedoms“ zum Ausdruck, der auf einer grafischen Partitur und dem Einsatz eines etwas präparierten Klaviers von Warelis basiert, auf das Douglas mit einigen markanten Phrasen auf der Trompete reagiert. Die Musik ist recht frei, aber es gibt eine zugrunde liegende Struktur.

Für „Dreams We Hold“ schrieb Douglas einzelne Parts, die die Musiker in ihrem eigenen Tempo entwickeln konnten. Das Ergebnis ist eine faszinierende und frische Reihe von Interaktionen, die das Gefühl vermitteln, am Rande des Abgrunds zu stehen. Die Musik kommt im letzten Abschnitt zusammen, ohne diese Spannung zu verlieren. „Militias“ ist ebenfalls sehr offen und vermittelt ein Start-Stopp-Gefühl, während der Track kommt und geht.

Douglas widmet jedem Mitglied des Quartetts eine Komposition: „Grits“ ist Baron gewidmet, der den Track mit einem Schlagzeug-Feature beginnt und ihn mit einem kurzen Phrasenaustausch mit Douglas an der Trompete beendet. „Fire in the Firewood“ ist dem Bassisten Dunston gewidmet und beginnt mit einer kurzen, aber kraftvollen Aussage von ihm, bevor es zu einem interaktiveren Gruppenansatz übergeht.

„Ruminants“ ist der Pianistin Warelis gewidmet und zeichnet sich durch das aus, was Douglas als ihren „ruminierenden Stil“ bezeichnet, der auch ein Element aufregenden Chaos mit sich bringt.

© UKJazz Bews, Reviews, 25.1.2026

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