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„… Um Musik und Menschen in Bewegung zu bringen“ Zur Aktualität von Cornelius Cardews Partitur „Treatise“ Von Gisela Nauck

Der englische Komponist gilt als Inbegriff des politischen Komponisten, hatte er doch das Ästhetische und das Politische immer als unmittelbar zusammengehörend betrachtet. Angefangen hatte er als Kompositionsschüler von Karlheinz Stockhausen.

Unter dem Einfluss chinesischer Philosophie, der Musik John Cages und seiner Erfahrungen mit freier Improvisation hatte sich Cardew in den 60er-Jahren jedoch von der seriellen Schule losgesagt, um eine musikalische Sprache zu entwickeln, die auf In-Determination beruht. Cardew ging es insbesondere darum, dem Interpreten ein Höchstmaß an Freiheit zu gewähren. Seine Kompositionen sollten eine soziale Qualität befördern: nämlich zur reflektierenden Kommunikation der Interpreten untereinander beitragen, was dem Interpreten ein Höchstmaß an Freiheit gewährt.


© Deutschlandfunk Kultur, Neue Musik, 16.11.2021

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