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„Von den letzten Dingen“ Zum Tod des US-amerikanischen Schriftstellers Paul Auster

Nachruf von Jonas Engelmann. Paul Austers Herkunft und das Bewusstsein, als Jude im 20. Jahrhundert mit der Geschichte leben zu müssen, haben sein literarisches Werk stärker geprägt, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Ein Nachruf.

»Und so, mit dem Wind im Gesicht und einer immer noch blutenden Stirnwunde, macht unser Held sich auf den Weg, Hilfe zu suchen, und als er das erste Haus erreicht und an die Tür klopft, beginnt das letzte Kapitel der Saga von S. T. Baumgartner.« So lautet der letzte veröffentlichte Satz des am 30. April im Alter von 77 Jahren verstorbenen New Yorker Autoren Paul Auster.

Der Satz entstammt dem 2023 erschienenen Roman »Baumgartner«, der mit einem Neubeginn endet und viele Themen in sich birgt, die sich durch das umfangreiche Werk Austers ziehen: Zufall, Identität, Neuanfang, aber auch der Tod und das Verschwinden. In den zahlreichen Nachrufen und Erinnerungen, die in den letzten Tagen erschienen sind, wurde die Bedeutung seiner frühen Werke betont, es sind die drei Romane der sogenannten New-York-Trilogie, der Liebesroman »Mond über Manhattan« oder die Dystopie »Im Land der letzten Dinge«.



© Jungle World, 8.5.2024

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