„Von morgen auf heute blicken“ Nachruf auf US-Kritiker Greg Tate von Diedrich Diederichsen und Klaus Walter im Interview

Der afroamerikanische Musiker und Kritiker Greg Tate ist am Dienstag überraschend in New York gestorben. Nachruf auf einen formidablen Denker.

Ich lernte Greg Tate Anfang 1992 durch Renée Green kennen. Wir sprachen über Themen wie HipHop und Antisemitismus, Black Nationalism und die Linke und er sagte gleich beim ersten Treffen den Satz über die deutsche, weiße, europäische HipHop-Rezeption, den ich ein halbes Jahr später als Motto über einen Aufsatz in Spex setzte, der sich mit der politischen Unzuverlässigkeit popmusikalischer Aufstände beschäftigte: „Ich liebe es, wie das Zeug bei euch Verwirrung stiftet.“



Renée filmte das Gespräch für ihre rezeptionstheoretische Installation „Import-Export: The Funk Office“, die zufälligerweise gerade jetzt in den Berliner Kunstwerken als Teil ihrer Retrospektive zu sehen ist. Ich stellte damals für die Edition ID Archiv einen Reader mit afrodiasporischer Kulturkritik zusammen, „Yo! Hermeneutics!“, dessen Titel und mehrere Beiträge wurden ebenfalls vom Ironman beigesteuert, wie sich Greg Tate damals in einigen seiner Kolumnen nannte.



Im Gespräch mit Dlf Kultur würdigt Klaus Walter Greg Tate als einen der wichtigsten Denker der USA.




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