Musiktipps

Jazzkolumne: „Der Traum von Revolution und Bürgerlichkeit“ von Andrian Kreye

Black-Panther-Jazz: Der Soundtrack zu dem Film „Judas and the Black Messiah“ zitiert die Musik zur amerikanischen Schwarzenbewegung und die Platten des „Black Jazz“-Labels.

Mit ihren Sonnenbrillen, Afrofrisuren und fundierten Kenntnissen progressiver Philosophie waren die Mitglieder der amerikanischen Schwarzenbewegung Black Panther Party immer eine ideale Vorlage für Guerillaromantik. Der zu Recht vielfach preisgekrönte und oscarnominierte Politthriller „Judas and the Black Messiah“ (von 1. Juli an im Kino) beschreibt diese Welt ziemlich realistisch. Denn trotz der maoistischen Parolen hatten die Ziele der Panthers Ende der Sechzigerjahre auch einen eher sozialdemokratischen Kern. Die zentralen Punkte des Parteiprogramms waren Bildung, Ernährung, Gesundheit und Wohnraum. Nur das Auftreten und die Mittel der politischen Arbeit waren – oft gezwungenermaßen – radikal. Es gibt Musik, die das widerspiegelt. Jazz vor allem.





© Süddeutsche Zeitung, Kultur, Musik, 28.6.2021

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