„Mathematische Modelle und klingende Räume“ Zum 100. Geburtstag des griechischen Komponisten Iannis Xenakis

Seine musikalische Sprache basiert weitgehend auf einem naturwissenschaftlichen Denken, das Xenakis ein Instrument an die Hand gibt, um seine Klangvisionen zu realisieren. Von Yvonne Petitpierre.

Für Xenakis waren es gleiche Gesetzmäßigkeiten, die Kunst und Wissenschaft zugrunde liegen. Vor diesem Hintergrund schuf er oft archaisch anmutende, eruptive und rauschhafte Stücke, in deren „Flugbahnen der Hörer hineingezogen werden soll“. Seine Kompositionen sind auch von seiner Tätigkeit als Architekt geprägt, wenn er mehrdimensionale Klangbewegungen im Raum gestaltet. International Aufsehen erregt Xenakis erstmals mit dem Orchesterwerk „Metastasis“ 1954, für dessen Klanguniversum er, angeregt durch den Schweizer Mathematiker Jakob Bernoulli, den Begriff „stochastische Musik“ prägte. Unterschiedlichste theoretische Ansätze begleiteten einen Großteil seiner Arbeiten, die aus großer Experimentierfreudigkeit und tiefer Sinnlichkeit entstanden.



© Deutschlandfunk, Neue Musik, 24.5.2022

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