Festival Ultraschall Berlin 2024: Klänge im Entschwinden
Seit 25 Jahren gibt es das Festival Ultraschall Berlin. Jüngere und jüngste Musik in der Jubiläumsausgabe reagierte auch auf aktuelle Konflikte. Von Tim Caspar Boehme.
„Auf der Heide blüht ein kleines Blümelein / Und das heißt: Erika“. Diese Zeilen gehören nicht zum Standardprogramm des Konzertbetriebs, sie stammen aus dem Marschlied „Erika“ des Komponisten Herms Niel, der Text und Melodie in den dreißiger Jahren im Dienst der NS-Propaganda schrieb. Zu hören war das Lied am Mittwoch im Haus des Rundfunks beim Eröffnungskonzert von Ultraschall Berlin. Wenngleich lediglich in fragmentierter Form und als Teil eines elektronischen Zuspiels in der Komposition „Memory Code“ der russischen Komponistin Alexandra Filonenko.
© TAZ, Kultur, 23.1.2024
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