John Coltrane 100: Die Kraft der kosmischen Musik

Von Sven Beckstette (TAZ). Am 23. September feiert der US-Jazzsaxofonist John Coltrane 100. Geburtstag. Warum seine Musik unsterblich ist und was von seinem Werk bleibt.

Gerne würde ich ein Heiliger sein“, sagte John Coltrane in einem Interview auf die Frage, wie er sich seine Zukunft vorstelle. Zu einem Zeitpunkt, als der US-Jazzsaxofonist noch gar nicht wusste, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleiben würde. Zwölf Monate nach dem Gespräch starb der Künstler am 17. Juli 1967 nach einer kurzen, aber heftigen Krebserkrankung im Alter von gerade einmal 40 Jahren.

Coltranes Wunsch sollte sich allerdings erfüllen. Bereits kurz nach seinem Tod wurde er in unzähligen Liedern gewürdigt. Die Huldigungen reichen von Popjazzer Tom Scott über den Sänger und Protorapper Gil Scott-Heron bis hin zu New-Age-Pionier John Klemmer. Dazu kommen ganze Alben im Geiste Coltranes, vor allem von seiner Witwe Alice und seinem Mitstreiter Pharoah Sanders, die das Genre des Spiritual Jazz begründeten.

© TAZ, Kultur, Musik, 19.9.2026

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