Der einzigartige, aber auch einzigartig entrückte Helmut Berger ist tot. In seinem Leben spiegeln sich Aufstieg, Dekadenz und Verfall des großen europäischen Kinos.…
Ein Kommentar von Ann-Kathrin Leclere (TAZ). Medienstaatsminister Weimer schlägt vor, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu privatisieren. Das ist weder seine Aufgabe noch eine gute Idee.
Unser Kultur- und Medienstaatsminister Wolfram Weimer denkt mal eben über die Privatisierung des ZDF nach. Und das passenderweise kurz vor der Woche des internationalen Tags der Demokratie, an dem rund 150 Medienhäuser und Verbände die Aktion „Demokratie braucht viele Stimmen“ starten. ARD, ZDF, RTL, ProSiebenSat.1, Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, private Radios – also viele Medien, die sich sonst ziemlich gern gegenseitig Konkurrenz machen – stellen gemeinsam die Frage, was eine vielfältige Öffentlichkeit eigentlich wert ist. Antwort: viel.
Laut KNA sagte Weimer bei einer internen Rede in einer Konferenz der Konrad-Adenauer-Stiftung am vergangenen Donnerstag, man müsse überlegen, „ob es das bisherige System aus ARD und ZDF in der aktuellen Form weiter brauche“. Möglich sei auch, das ZDF zu privatisieren und ARD-Anstalten zusammenzulegen. Am Ende könne es nur noch vier oder fünf Rundfunkanstalten geben. Auch wenn die beiden Aufhänger nicht im direkten Zusammenhang stehen, ist das schon eine bemerkenswerte Abfolge der Dinge.
© TAZ, Gesellschaft, Medien, 16.9.2026