Kris Davis sorgte kürzlich mit ihrem einfallsreichen Album „Diatom Ribbons (Live at the Village Vanguard)“ für Aufsehen, bei dem DJ…
Von Jacek Brun. Ein Pianotrio ist eines der vertrautesten Formate des Jazz. Deshalb ist es schwierig, darin wirklich etwas Eigenes zu schaffen. Kris Davis gelingt auf Lost In Geneva genau das, weil sie nicht für ein abstraktes Trio komponiert, sondern für diese drei Musiker: Robert Hurst am Bass, Johnathan Blake am Schlagzeug und sich selbst am Klavier.
Das Entscheidende sind dabei nicht die spektakulären Gesten. Es sind die Augenblicke, in denen man förmlich hört, wie bei allen drei Musikern gleichzeitig ein Licht angeht – wenn ein Gedanke entsteht, aufgenommen und gemeinsam weitergeführt wird. Lost In Geneva zeigt ein Trio, das seine eigene Form gefunden hat. Nicht Klavier, Bass und Schlagzeug stehen im Mittelpunkt. Sondern drei Musiker, die gelernt haben, im selben Moment in dieselbe Richtung zu denken.
© Jazz-Fun.de, 9.10.2026



