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Filmdienst: ! MUBI im August 2026 !

Schwerpunkt im August ist die Kollektion „Tuning in. Sie versammelt Filmische Klangreisen“ Werke, in denen der Sound eine besondere Rolle spielt.

Ab 1. August präsentiert MUBI die Kollektion „Tuning in: Filmische Klangreisen“, die Werke aus unterschiedlichen Ländern, Zeiten und Genres versammelt, in denen dem Akustischen eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Mit dabei ist zum Beispiel „Memoria“ (2021) von Apichatpong Weerasethakul, in dem Geräusche der Dreh- und Angelpunkt sind: Tilda Swinton spielt eine Orchideenforscherin, die ihre Schwester in Kolumbien besucht, dabei aber von einem wiederkehrenden lauten Geräusch irritiert und um den Schlaf gebracht wird. „‘Memoria‘ hört der Welt zu. Jedes alltägliche, auf atmosphärisches Rauschen reduzierte Geräusch wird zum Protagonisten einer komplexen Tonkollage“, schrieb Karsten Munt anlässlich des Kinostarts in seiner Filmkritik.

Ebenfalls Teil der Reihe ist der faszinierende Dokumentarfilm „Moonage Daydream“ (2022), der sich mit Pop-Ikone David Bowie auseinandersetzt. Regisseur Brett Morgen tut dies aber keineswegs in Form eines herkömmlichen dokumentarischen Porträts, das brav Lebens- und Karrierestationen aufrollt, sondern mittels eines audiovisuellen Gesamtkunstwerks, das in die Klang- und Bildwelten des Künstlers eintaucht.

Aber auch ein Klassiker wie Konrad Wolfs „Solo Sunny“ (1979) findet in der Auswahl Platz. Sound und Soundtrack haben schließlich einen nicht unwesentlichen Anteil daran, dass dieses alltagsnahe Porträt einer Schlagersängerin, die mit ihrer Band durch die DDR tourt und nach privater und künstlerischer Selbstverwirklichung sucht, zu den bis heute beliebtesten Werken des DEFA-Kinos gehört.

Zwischen Afrika und Europa

Neben diesen Reihen hat MUBI im August außerdem die Streaming-Premiere eines Films zu bieten, der letztes Jahr bei der Berlinale uraufgeführt wurde: „Anchestral Visions of the Future“ (2025) von Regisseur und Künstler Lemohang Jeremiah Mosese, der 1980 in Lesotho geboren wurde und mittlerweile in Berlin lebt. In seinem Film setzt er sich auf suggestive Weise mit dem Land seiner Kindheit, einem kleinen Binnenstaat in Südafrika, und der Erfahrung von Exil und Entwurzelung auseinander. „Unkonventionell verflechten sich mythische Bilder der Landschaft Lesothos und Erinnerungen an seine Kindheit mit symbolstarken Szenen und enigmatischen Figuren wie einem Puppenspieler oder einer Marktverkäuferin. Hin- und hergerissen zwischen Afrika und Europa, der Stadt und dem Land sowie der Kunst und der Verlockung der Kriminalität, bringt Mosese die Unmöglichkeit zum Ausdruck, an nur einem einzigen Ort Wurzeln zu schlagen“, heißt es in der Ankündigung.

Reihe „Tuning in: Filmische Klangreisen“

Linda Linda Linda

Solo Sunny

Moonage Daydream

Bereist verfügbar:

The Non-Actor

7 Piano Sketches

Endless Cookie

Sirat

Pavements

Rewind & Play

Crossing the Bridge

Memoria

© Filmdienst, 14.8.2026

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