Misty, Molvær und eine Mascha Kaléko-Hommage. Nils Petter Molværs Beziehung zur Trompete ist ebenso Thema wie Etta Scollos neues Album…
Von Ralf Dorschel. Mit „A Love Supreme“ war John Coltrane 1965 ganz oben. Das, was folgte, testete die Grenzen des Jazz aus – Ralf Dorschel über Coltranes radikales Spätwerk.
Mit seinem legendären Quartett war John Coltrane bis an die Grenzen des Sagbaren, des Spielbaren, des Jazz gegangen. Doch 1965 wurden ihm selbst diese zu eng: Er suchte sich neue Wege mit Freigeistern wie Rashied Ali, Pharoah Sanders und Alice Coltrane. Gerade noch hallte „A Love Supreme“ nach, da gab Coltrane letzte Sicherheiten auf: Alben wie „Ascension“, „Meditations“ und „Stellar Regions“ wurden zu seinem Vermächtnis – überwältigend, mitunter brutal in ihren Eruptionen. Coltranes letzte Alben haben Kritiker*innen und Fans zu schaffen gemacht – für den Spiritual Jazz waren sie bahnbrechend.
John Coltrane – Welcome
John Coltrane – Ascension Edition II (Ausschnitt)
John Coltrane – Naima (Ausschnitt)
John Coltrane – The Father and the Son and the Holy Ghost (Ausschnitt)
John Coltrane – Peace on Earth (Ausschnitt)
John Coltrane – Offering
© ARD Jazz, Spotlight, 21.9.2026
