Wer gern mehr über Walter Bachauer wissen möchte. Hans-Dieter Klinger hat viele Dokumente und Tondokumente über Walter Bachauer zusammengetragen. Die…
Mit Tim Schauen (DLF). Hochwertig, avanciert, intellektuell: Das Werk der New Yorker Band ist bis heute ein Solitär. Fünf Stunden reichen nicht aus, den Kosmos von Walter Becker (1950-2017) und Donald Fagen (*1948) vollends zu erforschen, zumal sie neben neuen Alben ihrer 1972 gegründeten Superband Steely Dan auch beachtliche Solo-Werke herausgebracht haben.
Und allzu lange müsste man auch nicht im Katalog von Steely Dan stöbern, um von der Qualität dieses New Yorker Sounds zwischen Rock, Funk, Jazz, Soul und Pop verblüfft zu sein. Denn bereits das Debüt „Can’t buy a thrill“ (1972) ist ein Klassiker. Bis 1977 („Aja)“ folgten Alben im Jahresrhythmus, Zeichen einer unbändigen Kreativität – denn mit Fagen (Gesang/Keyboards) und Becker (Gitarre/Backing vocals) hatten sich zwei New Yorker Studenten gefunden, die denselben Sound im Ohr, dieselbe sarkastische Literaturliebe im Herzen, herausragendes musikalisches Handwerkszeug im Körper trugen – und sich entsprechend versierte Mitstreiter suchten. Nach dem 1980er-Werk „Gaucho“, als die Band längst zur Studioformation geworden war, wurde es 20 Jahre still um Steely Dan, doch besonders Fagen setzte mit „The Nightfly“ und dem kultigen „Kamakiriad“ weitere Meilensteine. 2000 und 2013 erschienen zwei weitere Alben von Steely Dan – der gemeinsame Weg endete mit dem Tod von Walter Becker im Jahr 2017.
© Deutschlandfunk, Radionacht Rock, 3.10.2026
