Radiotipps

Radiotipps für den 17.8. – 21.8.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.

Wie schon im Newsletter angekündigt, gibt es hier die Radiotipps für die kommende Woche bis Freitag. Bis zum ende des ARD Radiofestivals soll das so bleiben. Viel Spaß beim finden und anhören.

(https://www.byte.fm/programm/)

18.8. // 19.8. // 20.8. // 21.8. //

17.8.2026

19:30 Uhr Ö1 On Stage

Drei Jazz-Duos im musikalischen Erstkontakt
Viola Hammer und Philipp Nykrin, Elena Schäfer und Christian Bakanic, Mario Rom und Wolfgang Muthspiel bei Open Jazz Vienna 2026

Im Rahmen des Festivals Open Jazz Vienna gastierten am 19. Juni 2026 unter dem Motto „First Contact“ drei österreichische Duos im Großen Sendesaal des Wiener RadioKulturhauses, die noch nie zuvor auf der Bühne gestanden waren: Die steirische Pianistin Viola Hammer und der Salzburger Keyboarder Philipp Nykrin tauschten erstmalig Klänge aus und ließen dabei ihre Kompositionen ineinander fließen, ebenso die talentierte 24-jährige niederösterreichische Sängerin und Songwriterin Elena Schäfer und der Akkordeonist Christian Bakanic, die Jazzstandards und eigene Lieder intonierten.
Den Abschluss bildeten Trompeter Mario Rom und Gitarrist Wolfgang Muthspiel, die auf eine lange Zusammenarbeit in Muthspiels Chamber Trio (mit Pianist Colin Vallon) verweisen können, die aber erstmals zu zweit öffentlich musizierten und dem heftig akklamierten Abend einen beglückend inspirierten Ausklang schenkten.


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

„Altern auf Vietnamesisch“ Die Community hilft sich vor allem selbst. Von Christina Rubarth
Tausende vietnamesische Einwanderinnen und Einwanderer werden langsam alt in Deutschland.
In Deutschland leben etwa 185.000 Menschen vietnamesischer Herkunft. Die erste Generation kam als „Boatpeople“ in die Bundesrepublik oder zur Vertragsarbeit in die DDR. Tausende von ihnen werden nun älter und benötigen eine Pflege, die ihre Sprache und Kultur berücksichtigt. Während die eigenen Kinder sich oft zerrissen fühlen, zwischen der elterlicher Erwartung, die Pflege zu übernehmen und ihrer eigenen westlichen Selbständigkeit, passen hiesige professionelle Angebote selten zu den Bedürfnissen der älter werdenden Vietnamesinnen und Vietnamesen. Wer sich sprachlich und kulturell verstanden fühlen will, findet vor allem in der eigenen Community Unterstützung.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur In Concert

Remembering Abdullah Ibrahim (1934 – 2026)
Live-Aufnahmen aus verschiedenen Jahrzehnten, u.a. vom INNtöne Jazzfestival 2019

Moderation: Matthias Wegner
Abdullah Ibrahim war einer der prägenden Musiker des internationalen Jazz. Er starb am 15. Juni im Alter von 91 Jahren.


20:03 Uhr ARD Radiofestival. Konzert

Rheingau Musik Festival / Carillon & Perucssion Festival Aschaffenburg
Rheingau Musik Festival

Jazzmatinée: „Great Voice from Great Britain“
hr-Bigband
Claire Martin (Gesang)
Leitung: Jörg Achim Keller
(Konzert vom 28. Juni 2026 im Cuvéehof, Schloss Johannisberg)

Carillon & Perucssion Festival Aschaffenburg
„bundesbeat“ mit Hommage an Steve Reich
Werke von Philip Glass
Bundesjugend-Percussionensemble „bundesbeat“
(Konzert vom 28. Juni 2026 im Stadttheater Aschaffenburg)


21:00 Uhr Ö1 Die blaue Stunde

Stimme und nichts als die Stimme
Aus dem Kunstradio-Archiv: „Literatur als Radiokunst“ – Teil 1
„Ikarus“ von Elfriede Jelinek und Josef Klammer (2004)
„bad sector“ von Liesl Ujvary (2001)

Die Stimme, die Stimme und nichts als die Stimme als Experimentierraum für individuellen poetischen Eigen-Sinn war die Vorgabe der Ö1 Kunstradio Reihe „Literatur als Radiokunst“. Im Zeitraum von 1999 bis 2014 entstanden 60 Radiostücke von Autorinnen und Autoren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich mit Fokus auf dem sprachlichen und dramaturgischen Experiment. Marie Christin Spatzek und Hans Groiss haben Stücke aus der Reihe ausgewählt und den Literaturwissenschaftler und Kurator von „Literatur als Radiokunst“ um einen aktuellen Kommentar gebeten. Weiters werden aktuelle Sound Art Releases des Labels Gruenrekorder vorgestellt.


21:05 Uhr Deutschlandfunk Musik-Panorama

Elementargewalt an der Ostsee
Das Alexej Gerassimez Percussion Collective beim Gezeiten-Festival in Aurich

Werke von Mátyás Wettl, Philip Glass, Alexej Gerassimez, John Adams, Eric Whitacre
Alexej Gerassimez Percussion Collective
Aufnahme vom 15.5. 2026 aus der Produktionshalle in Aurich bei den Gezeitenkonzerten
Am Mikrofon: Raoul Mörchen
Das Schlagzeugquartett Percussion Collectiv spielt Werke von heute und blickt zurück auf J.S. Bach.
Über Jahrhunderte haben Komponisten dem Schlagzeug misstraut und ihm nur ein paar Töne und zugebilligt, vor allem wenn es um lautstarke Akzente ging. Doch das Rauhe, Körperliche, Elementare, vor dem man sich einst gefürchtet hat, fasziniert sie heute. Der Essener Perkussionist Alexej Gerassimez und sein Ensemble entfesseln aber nicht nur rohe Kräfte – in ihrem Gezeitenkonzert in Aurich schaffen sie auch Raum für stille Nachtmusiken und die Kontrapunktik Johann Sebastian Bachs.


23:03 Uhr ARD Radiofestival. Jazz

Porträt des amerikanischen Pianisten Lex Korten. Von Ssirus W. Pakzad
Der amerikanische Pianist Lex Korten kann sich derzeit vor Aufträgen kaum retten. In unterschiedlichen Bands ist er gefragter Sideman, aber auch sein Debüt „Canopy“ sorgt für Aufsehen.


18.8.2026

00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„Alles, was ein Künstler spuckt, ist Kunst“ Kurt Schwitters‘ „Ursonate“
Von Thomas Groetz Produktion: Dlf Kultur 2021

1921 begann der Künstler Kurt Schwitters an seiner „Ursonate“ zu arbeiten, die eine ganz eigene Verbindung zur Musik aufweist.
Nachdem Kurt Schwitters am 06.09.1921 der Rezitation eines sogenannten Plakatgedichts seines Künstlerfreundes Raoul Hausmann beigewohnt hatte, ging ihm das abstrakte Buchstabenpoem „fmsbwtözäupggiv?mü“ nicht mehr aus dem Kopf. Aus der Übernahme und Weiterführung des Gehörten entstand die „Ursonate“, ein wichtiges Lautgedicht der frühen Moderne. Schwitters trug seine Kreation, dessen Material er in Form einer klassischen Sonate arrangiert hatte, mit großem Erfolg vor und überlieferte sie als visuelle Partitur. Darüber hinaus arbeitete er bis an sein Lebensende an dem Versuch, eine passende musikalische „Harmonisierung“ für das für ihn zentrale Werk zu finden. Die Abwesenheit einer definitiven Form der Lautsonate bestimmt sie als Work in Progress, die zwischen Tradition und Avantgarde oszilliert.


17:30 Uhr Ö1 Spielräume

Der Gitarrenflüsterer: Mick Goodrick
Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Post aus der Vergangenheit, und was für welche! Das Jazz-Duo-Album „Feebles, Fables and Ferns“ des Gitarristen Mick Goodrick und des Pianisten Fred Hersch ist ein Geschenk.

New York, August 1988. Zufällig hatten der Pianist Fred Hersch und der Gitarrist Mick Goodrick (1945 – 2022) erstmals ein paar Gigs gespielt, beide unterrichteten am Berklee College in Boston. Und da die Chemie zwischen ihnen stimmte und Hersch in New York City bereits sein eigenes Aufnahmestudio besaß, lud er Goodrick ein, doch einen Nachmittag gemeinsam zu improvisieren und dabei das Band mitlaufen zu lassen. Einfach so.
Zwei Stunden spielten sie damals in von außen kaum nachvollziehbarem Einverständnis. Aus diesem Material hat Hersch gut 40 Minuten extrahiert. Als ECM-Gründer Manfred Eicher einen Teil davon hörte, entschied er sich sofort für eine Veröffentlichung, zumal Goodricks bekanntestes Album als Leader „Pas(s)ing“ bei ECM 1979 erschienen war. Letzteres hat er diesen Sommer zusammen mit „Feebles, Fables & Ferns“ und mit neuen Liner-Notes wiederveröffentlicht.


19:15 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Kindesherausgabe“ Wenn Eltern von Schulverweigerern das Sorgerecht verlieren
Von Charly Kowalczyk Regie: Beatrix Ackers. Deutschlandfunk 2025

Allein 2024 wurden etwa 39.000 Kinder in Deutschland vorübergehend oder ganz aus ihren Familien genommen. Immer mehr auch, weil sie sich weigern in die Schule zu gehen. Tun Jugendämter genug, um das zu verhindern?


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

„Ein Jahr Digitalministerium“ Probleme erkannt, aber nicht gebannt
Von Marie Zinkann und Johannes Zuber

Mit der neuen schwarz-roten Regierung wollte Bundeskanzler Friedrich Merz vor allem in der Wirtschaftspolitik Akzente setzen. Ein zentraler Baustein ist das neue Digitalministerium. Erstmals hat Deutschland mit Karsten Wildberger seit Mai 2025 einen Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung. Zu seinen wichtigsten Aufgabenbereichen gehört die Modernisierung der digitalen Infrastruktur, denn noch immer haben viele Regionen in Deutschland kein schnelles Internet. Außerdem die Verwaltungsdigitalisierung: Im Gegensatz zu Ländern wie Estland oder Dänemark sind Verwaltungsdienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger oft noch personalintensiv und mit Papier verbunden. Das kostet Geld und Zeit. Großer Handlungsbedarf herrscht auch beim Stichwort digitale Souveränität, weil Deutschland nicht nur bei Software und Cloud-Speichern oft von den USA abhängig ist. Aber einige Open-Source-Projekte sind bereits angestoßen. Doch was hat das neue Ministerium bisher wirklich gebracht?


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

Sommerliche Musiktage Hitzacker, Konzertsaal VERDO
Mit GrauSchumacher Piano Duo

Werke von Mozart, Kurtág, Henze, Haydn, Ravel und Debussy
GrauSchumacher Piano Duo:
Andreas Grau, Klavier
Götz Schumacher, Klavier
Aufzeichnung vom 29.07.2026


20:03 Uhr ARD Radiofestival. Konzert

Bodenseefestival / Cannstatter Klavierfrühling
Bodenseefestival

Werke von Leopold Koželuch, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart
Freiburger Barockorchester; Nicolas Altstaedt (Violoncello)
Leitung: Gottfried von der Goltz
(Konzert vom 2. Mai 2026 im Graf-Zeppelin-Haus, Friedrichshafen)

Cannstatter Klavierfrühling
Werke von Mozart, Poulenc, Liszt und Dukas
Kenny Broberg (Klavier)
(Konzert vom 10. Mai 2026 im Kursaal, Stuttgart Bad Cannstatt)


20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel

Oops, wrong planet! Von Gesine Schmidt
Regie: Walter Adler
Komposition: Pierre Oser
Ton: Karl-Heinz Stevens
Deutschlandfunk/WDR 2012
Sie fühlen sich fremd in der Welt. Wie Außerirdische beobachten sie die anderen Menschen und analysieren deren Verhalten. Gesine Schmidt lässt Menschen mit Autismus ihre eigene Sprache finden.


21:05 Uhr Deutschlandfunk Jazz Live

„Die auf dem Ziegenhorn bläst“ Hildegunn Øiseth und ihr Quartett
Hildegunn Øiseth, Trompete, Ziegenhorn
Espen Berg, Piano
Magne Thormodsæter, Kontrabass
Per Oddvar Johansen, Schlagzeug
Aufnahme vom 22.4.2026 beim Jazzfest Bonn
Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer
Melodiöser, mitreißender Jazz mit skandinavischen Klangfarben.
In ihrem Quartett wechselt sie zwischen Trompete und Ziegenhorn, bei ihr wird der archaische Signalgeber zu einem vollwertigen Melodieinstrument. Auf Reisen um die Welt hat die Trompeterin Hildegunn Øiseth Volksmusiktraditionen kennen gelernt, die sie in ihrer eigenen Musik subtil anklingen lässt. In ihrem Heimatland Norwegen hat sie das traditionelle Hirteninstrument Ziegenhorn für sich entdeckt. Sie schwingt sich darauf in atemberaubende Höhen und gestaltet weite, fließende Linien. Als Trompeterin mit einem gesanglich geprägten Klangideal gehört Hildegunn Øiseth zu den markanten Solistinnen der europäischen Jazzszene. Beim Jazzfest Bonn hat die 1966 geborene Künstlerin u.a. mit Musik aus ihrem jüngsten Quartettalbum „Meandering“ das Publikum fasziniert.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Musikszene

Mendelssohn Goes Hollywood! In einer neue Werkausgabe erscheint Erich Wolfgang Korngolds Filmmusik zum „Sommernachtstraum“
Von Michael Struck-Schloen

Auf der Flucht vor den Nationalsozialisten hat der Komponist Korngold eine neue Bestimmung gefunden: Filmmusik!
Von Gustav Mahler entdeckt, als Zehnjähriger schon Schüler von Alexander Zemlinsky: Das neue Wiener Wunderkind heißt Anfang des 20. Jahrhunderts Erich Wolfgang Korngold. Von den Nazis verfolgt, führt der jüdische Komponist später ein seltsam zweigeteiltes Leben. Mehrere Oscars haben ihm seine gefeierten Filmmusiken für die Traumfabrik Hollywood eingebracht, doch die europäische Avantgarde will partout nichts mehr von ihm wissen. Die Musikwissenschaftlerin Friederike Wißmann ist Projektleiterin der neuen, großen Korngold-Werkausgabe, die auch die Filmpartituren umfasst. Und sie erzählt unter anderem von der glanzvollen Visitenkarte, mit der Korngold sich in Hollywood vorgestellt hat: seiner Musik zu Max Reinhardts Film „A Midsummer Night’s Dream“ (1935) auf der Grundlage von Felix Mendelssohns Schauspielmusik.


23:03 Uhr ARD Radiofestival. Jazz

Zarte Gewächse – Lilly Loefflers Inflorescence im SWR Studio Tübingen. Von Konrad Bott
Zarte Verzweigungen in den Unterschiedlichsten Formen und Farben – die bietet das Mannheimer Trio Inflorescence. Öffnen Sie ihre Ohren für eine herzerwärmende Konzerterfahrung ohne Bass und Schlagzeug!


19.8.2026

20:03 Uhr ARD Radiofestival. Konzert – LIVE

Moritzburg Festival / International Sacred Music Festival Fribourg
Unter dem Motto „Flüsse Europas“ vereint das Konzert in der atmosphärischen Verbindung von Musik, Architektur und Natur Werke aus den Donaumetropolen Wien und Budapest.
Im Anschluss daran bietet das Ensemble Graindelavoix die Uraufführung eines Werkes von Antoine Gabriel Brun, Preisträger des Fribourger Festival-Kompositionswettbewerbs, umrahmt von epocheübergreifenden Vertonungen des Bußgesangs „Media vita – Mitten im Leben“.


20:10 Uhr Deutschlandfunk Aus Religion und Gesellschaft

Religion im Rampenlicht: Skandale rund um kirchenkritische Theaterstücke. Von Silas Degen
Wenn Theater die Themen Religion oder Kirche auf die Bühne bringen, gibt es oft Konflikte: Vor einem Jahr etwa wurde am Theater Osnabrück ein Stück über Missbrauch in der Kirche abgesagt. Nun vertont das Ensemble Szenen daraus.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Spielweisen

Heimspiel – Die Deutschlandradio-Orchester und – Chöre
Haydn-Projekte mit dem RIAS Kammerchor

Joseph Haydn: Die Schöpfung (Ausschnitte)
RIAS Kammerchor; Konzerthausorchester Berlin
Ltg: Joana Mallwitz
Aufnahme vom 27.2.2026 im Konzerthaus Berlin
Am Mikrofon: Klaus Gehrke
Haydn fasziniert nicht nur als Musiker, sondern gleichfalls als Mensch. Er konnte alle Gesellschaftsschichten erreichen.


23:03 Uhr ARD Radiofestival. Jazz

Das Magazin. Von Anja Buchmann


20.8.2026

00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

Vor 50 Jahren – Musik im 20. Jahrhundert: Saarbrücken 1976
Helmut Lachenmann: „Accanto“
Musik für einen Solo-Klarinettisten mit Orchester
Eduard Brunner, Klarinette
Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken
Leitung: Hans Zender
Rolf Riehm: „Ein Sommerabend am Lindleinsee“
für Violine, Violoncello, Klavier und Tonband
Ludwig Brand, Violine
Ulrich Heinen, Violoncello
Hans Zender, Klavier
Wolfgang Rihm: „Klavierstück Nr. 5“ (Ausschnitt)
Herbert Henck, Klavier


19:30 Uhr Ö1 Oper Salzburg Festspiele 2026

Hans Werner Henze: Der Prinz von Homburg
Mit Maximilian Schmitt (Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg), Tanja Ariane Baumgartner (Die Kurfürstin), Kathrin Zukowski (Prinzessin Natalie von Oranien), Lauri Vasar (Feldmarschall Dörfling), Georg Nigl (Prinz Friedrich Artur von Homburg), Anthony Robin Schneider (Obrist Kottwitz), Magnus Dietrich (Graf Hohenzollern) u.a.
ORF Radio-Symphonieorchester Wien; Dirigent: Ingo Metzmacher
(Live-Übertragung der konzertanten Aufführung aus der Felsenreitschule in Salzburg, in 5.1 Surround Sound)


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

„Das Gegenteil vom Nichts“ Auf der Spur der Schwarzen Löcher
Von Dirk Lorenzen (Wdh. v. 26.02.2026)

Schwarze Löcher. Ein Begriff mit magischem Klang. Hochverdichtete Materie, eine ganze Welt aufs Kleinste zusammengepresst.
Schwarze Löcher spielen im Kosmos eine überragende Rolle: Sie sind die Leichen riesiger Sterne. Sie lassen Raum und Zeit erzittern. Sie befinden sich in den Zentren fast aller Galaxien. Womöglich sind sie schon beim Urknall entstanden, haben Sterne und Galaxien wachsen lassen und bilden die geheimnisvolle Dunkle Materie. Ihr Inneres bleibt ein Mysterium. Und doch gelingt es der Wissenschaft immer besser, ihnen ihre Geheimnisse zu entreißen.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

Grundton D – Benefizkonzerte für den Denkmalschutz
Stadtkirche St. Wenzel, Naumburg

Geistliche a-cappella Chormusik und Orgelwerke von Heinrich Schütz, Johann Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms, Reiko Füting u.a.
Nicolas Berndt, Orgel; Windsbacher Knabenchor
Leitung: Ludwig Böhme
Aufzeichnung vom 03.07.2026


20:03 Uhr ARD Radiofestival. Oper – LIVE

Salzburger Festspiele: Hans Werner Henze: „Der Prinz von Homburg“
Oper in 3 Akten und 9 Bildern
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Leitung: Ingo Metzmacher
(zeitversetzte Übertragung aus der Felsenreitschule, Salzburg)


20:30 Uhr Deutschlandfunk Mikrokosmos

Von Manuel Gogos und Christoph Spittler
Regie: Philippe Brühl Deutschlandfunk 2025

Bratwurst und Pommes im Kaufhausrestaurant – für die beiden Autoren in ihrer Kindheit ein seltener Luxus. Bei einer Erinnerungs-Wurst sitzen sie auf der Dachterrasse mit Ausblick beisammen und fragen sich, was aus den Innenstädten werden soll ohne die ehemalige Magnetkraft der Warenhäuser.


21:05 Uhr Deutschlandfunk JazzFacts

„Thirdstream“ oder „Her Stream“? Die Saxofonistin Ingrid Laubrock schreibt für Studio Dan
Von Michael Rüsenberg

Präzision und Flexibilität in perfekter Balance: Ingrid Laubrock überwindet Genregrenzen.
Im Trend der Neue Musik komponierenden Jazzmusikerinnen und -musiker spielt die in New York lebende Laubrock eine zunehmend wichtige Rolle. Zwei Kompositionsaufträge durch Studio Dan aus Wien unterstreichen ihre Ausnahmestellung. Studio Dan, gegründet 2005, hebt sich von anderen (Neue Musik-) Ensembles dadurch ab, dass seine Mitglieder auch improvisieren können. Das schafft günstige Voraussetzungen für die Werke von George Lewis und Anthony Braxton, oder nun der ehemaligen Braxton-Mitspielerin Laubrock. Eine ihrer frühen Kompositionen wählten die Kritiker der „New York Times“ unter die „25 Best Classical Music Tracks of 2018“. Die Sendung präsentiert Laubrocks „Zones“ in der Fassung von 2023/26 sowie das neue „Torn“. Zu fragen ist dabei, ob der aus den 50ern stammende Begriff „Thirdstream“ für die Begegnung von Jazz und Klassik diesen jüngsten Ausweitungen noch standhält.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Freispiel

„Krieg der Söhne“ Von Barbara Kenneweg
Regie: die Autorin Komposition: Lula Romero
Musik: Beltane Ruíz Molina (Kontrabass)
Ton und Technik: Kaspar Wollheim, Susanne Bronder
Regieassistenz: Felix Lehmann Dramaturgie: Regine Ahrem
Vom Spielplatz ins digitale Gefecht: Jugendliche versinken in Egoshootern, ihre Eltern stehen ratlos daneben. Das Doku-Hörspiel erforscht die virtuellen Kriegszonen der Kinderzimmer. Was ist normale Abgrenzung gegenüber den Erwachsenen und was ist Sucht?


22:05 Uhr Deutschlandfunk Historische Aufnahmen

Eine Orgel-Reise durch Paris und Musikgeschichte
Am Mikrofon: Christoph Vratz
An Pariser Orgeltischen spielten Franck, Vierne oder Widor – davon zeugen auch Tondokumente. Eine Orgelführung durch Paris.

Die Treppen sind oft steil, der Raum düster, die Sitzbänke hart. Der Weg zur Orgel ist meist beschwerlich, das Klangergebnis dafür gewaltig. Wer nach Paris fährt, kann mit wenig Aufwand eine musikalische Stadtführung der besonderen Art einplanen: ein Besuch der bedeutendsten Orgeln in den zahlreichen Kirchen der Stadt. Hier trifft man auf geballte Musikgeschichte. Denn es sind die einstigen Arbeitsplätze von César Franck, Gabriel Fauré, Louis Vierne, Charles-Marie Widor, Olivier Messiaen und von vielen anderen. In einigen Kirchen lassen sich die Fährten sogar noch bis zur Barock-Zeit zurückverfolgen. Vor allem aber begegnet man immer wieder den Instrumenten eines Mannes, der die französische Orgelgeschichte im 19. Jahrhundert geprägt hat wie kein Zweiter: Aristide Cavaillé-Coll, ein Erneuerer und glänzender Netzwerker.


23:03 Uhr ARD Radiofestival. Jazz

Pianist of the Caribbean – Eine Begegnung mit Grégory Privat
Von Karsten Neuschwender

Karibische Exotik, erzählender Jazz mit einem Schuss Klassik und Spiritualität.
Seine Heimat Martinique hat er nie vergessen. Aber richtig präsent wurde sie, als Grégory Privat seine Existenz als Ingenieur mit dem Leben als Pianist eintauschte. Und eine charakteristische Mischung aus karibischer Musik, Jazz und Klassik geschaffen hat. Im Mittelpunkt: Klangliche Farbigkeit, ruhige fast meditative Einkehr und hoch vitales rhythmisches Feeling. Grégory Privat ist ein musikalischer Erzähler voller warmer, vielschichtiger Klangpoesie mit der er beim internationalen Jazzfestival fill in in Saarbrücken zu Gast war.

21.8.2026


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Klangkunst

„Zangezi“ Von Chris Salter
Nach dem gleichnamigen Theaterstück von Velimir Chlebnikow

Mit: Audrey Chen und Judith Rosmair
Mit künstlerischen Beiträgen von Stefanie Egedy, The Future of Dance Company, Immersive Arts Space der Züricher Hochschule der Künste, kyoka Raqs Media Collective, Team Rolfes, Pierre-Luc Senecal und dem Growlers Choir, Rully Shabara, Stella Speziali, Fernando Velasquez
Virtuelle Umgebungen: Timothy Thomasson
KI-Systeme: Gonçalo Guiomar Sound: Pascal Lund-Jensen
Künstlerische Mitarbeit: Remco Schuurbiers
Autorenproduktion mit Muffatwerk München/Kunstfest Weimar/Immersive Arts Space (ZHdK) 2026
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Mit Unterstützung des XR Hubs Bavaria.
Eine Sprache, die alle Menschen verstehen. Davon träumte der futuristische Dichter Velimir Chlebnikov. Für sein Stück „Zangezi“ erfand er diese Sprache 1922 selbst. Gut 100 Jahre später wagt der Multimediakünstler Chris Salter eine Neuinterpretation.


14:05 Uhr Ö1 In Concert

Eine kulturelle Brücke zwischen Afrika und Amerika: Somi
Somi’s New Afro-Jazz Quintet im März 2024 beim Jazzfestival Basel „offbeat“

Somi, 1981 in Illinois im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten als Laura Kabasomi Kakoma geboren, ist eine US-amerikanische Singer-Songwriterin und Komponistin mit ostafrikanischen Wurzeln. Einen Teil ihrer frühen Kindheit verbrachte sie, aufgrund der beruflichen Tätigkeit ihres Vaters, in Sambia. Derzeit lebt die Künstlerin, die in ihrer Musik Jazz, Soul, Spoken Word und afrikanische Rhythmen vereint, in New York City. In ihren kommerziell durchaus erfolgreichen Veröffentlichungen – das 2014 erschienene Album „The Lagos Music Salon“ schaffte es in den USA auf Platz 1 der Billboard Contemporary Jazz Albums-Charts – beleuchtet sie gesellschaftspolitische Themen wie Identität, afrikanische Diaspora und soziale Ungerechtigkeit. Die 2020 auf ihrem eigenen Label Salon Africana erschienene Live-Aufnahme „Holy Room – Live at Alte Oper with Frankfurt Radio Big Band“ wurde 2021 für einen Grammy in der Kategorie „Best Jazz Vocal Album“ nominiert. 2023 erhielt sie zudem den renommierten „Doris Duke Artist Award“.


19:30 Uhr Ö1 Konzert

Olivier Latry spielt Messiaen
Olivier Latry, Orgel. Orgelwerke von Olivier Messiaen
(aufgenommen am 7. August in der Franziskanerkirche Salzburg in 5.1 Surround Sound)


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Literatur

Lyriksommer „I am the sky“
Eine exklusive Begegnung mit Anne Carson. Von Corinne Orlowski

Anne Carson gilt als eine der renommiertesten lebenden Dichterinnen. 1950 in Toronto geboren, war sie lange Zeit Professorin für klassische Philologie. Virtuos spielt sie mit den Genres und übersetzt antike Mythen völlig neu in die Gegenwart. Seit Jahren wird sie für den Literaturnobelpreis gehandelt. Anne Carson gibt ungern Interviews. Nach 20 Jahren war sie wieder in Berlin und bot einen seltenen Einblick in ihre Arbeit mit ihrem Partner Robert Currie.


20:03 Uhr ARD Radiofestival. Konzert – LIVE

Saisoneröffnung der Berliner Philharmoniker
Edward Elgar: Enigma, Variationen über ein Originalthema op. 36
Peter Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36
Berliner Philharmoniker
Leitung: Kirill Petrenko
(zeitversetzte Übertragung aus der Berliner Philharmonie)

Auszüge aus dem Waldbühnenkonzert der Berliner Philharmoniker
Jonas Kaufmann (Tenor)
Berliner Philharmoniker
Leitung: Kirill Petrenko
(Konzert vom 27. Juni 2026 auf der Waldbühne Berlin)


! 20:05 – 06:00 ! Uhr Deutschlandfunk Hörspiel

„1001 Nacht“ Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang
Schahrasad erzählt um ihr Leben – und wir hören zu. Die Hörspiel-Adaption des Literaturklassikers „1001 Nacht” führt uns in Paläste und auf Partys, nach Kairo und Bagdad, zu selbstbewussten Frauen und verzauberten Wesen.

Mit den Folgen:
Was zuvor geschah…
Nächte 1 bis 8 – Der Kaufmann und der Dschinni
Nächte 8 bis 18 – Der Träger und die drei Damen
1001 Nacht – nach der Neuübersetzung von Claudia Ott
Auswahl der Geschichten: Safiye Can
Hörspielbearbeitung und Storytelling: Judith Lorentz und Roxana Samadi
Komposition: Philipp Johann Thimm, mit Roshanak Rafani und Nabil Arbaain
Regie: Judith Lorentz
Dramaturgie: Sabine Küchler und Julia Tieke
Deutschlandfunk 2025


22:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Musikfeuilleton

„Musik und Machtgefälle“ Vom Kampf gegen Missbrauch in der Musik
Von Friederike Kenneweg

Unsere Gesellschaft ist durchzogen von Machtverhältnissen. Da, wo sich große Unterschiede in der Machtkonzentration ergeben, öffnet sich ein Raum für Missbrauch. Und das ist auch im Musikbetrieb der Fall: In Unterrichtssituationen an den Hochschulen, bei Vorspielen, in Proberäumen, beim Casting, im Backstage oder in der Kneipe nach dem Konzert. Diejenigen, die Lob, Jobs, Chancen, Kontakte und Geld zu vergeben haben, können ihre Position nur allzu leicht ausnutzen. Begünstigt wird das durch das Netz aus Mitwissenden, Profiteuren, Medien und Fans, die oft den Mächtigen mehr Gehör schenken und die Betroffenen nicht unterstützen, sondern sie mit ihren oft traumatisierenden Erfahrungen allein lassen. Doch es gibt immer mehr Menschen, die daran etwas ändern wollen.


23:03 Uhr ARD Radiofestival. Jazz

Atlantiksturm am Schwarzwaldrand – Die Maria Joao Group 1986 in Pforzheim
Von Konrad Bott

Furchtlose Vokalkaskaden in eigenwilligen Interpretationen – Maria Joao ist aus dem Vokaljazz heute kaum mehr wegzudenken. Spulen Sie mit uns zurück zu ihrer ersten Europatournee 1986! Wenn Spätzünder zünden, zünden sie richtig – so könnte man den Karriereanfang von Maria Joao beschreiben. Die portugiesische Sängerin hat erst im Alter von 25 Jahren angefangen, ihre Stimme ernsthaft auszubilden. Das war 1983. Drei Jahre später schon hat sie die Herzen von Laien und Experten im Sturm erobert. Kommen Sie mit uns nach Pforzheim und tauchen Sie ein in die stürmischen Anfänge der wahrscheinlich stimmgewaltigsten portugiesischen Jazzsängerin unserer Zeit!


23:03 Uhr Ö1 Zeit-Ton extended

In memoriam Eliane Radigue
Eliane Radigue: Pionierin der elektronischen Musik

Die französische Komponistin Eliane Radigue ist am 23. Februar 2026 im Alter von 94 Jahren in Paris verstorben. Eliane Radigue hat die elektronische, insbesondere die akusmatische Musik entscheidend mitgeprägt: Sie war eine der Pionierinnen, die sich im Paris der 1950er Jahre mit der musique concrète beschäftigten. Damals arbeitete sie als Assistentin des Komponisten und musique concrète-Pioniers Pierre Henry in dessen neugegründetem Pariser Studio. Durch mehrere Aufenthalte in den USA und durch ihre Ehe mit dem Objektkünstler Arman knüpfte Radigue Verbindungen zur dortigen Kunstszene und entdeckte den analogen Synthesizer ARP 2500 als ihr Hauptinstrument.


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