Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1. 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Klangkunst…
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:03 Uhr Bayern 2 Radiojazznacht
Klassiker, neue Alben und Live-Musik
Mit Peter Veit (Mit Playlist)
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik
„Im Unterton“ Der britische Komponist Frank Denyer. Von Karl Ludwig
In der Kombination von neuen, ungewöhnlichen und strukturell modifizierten Instrumenten wirft Frank Denyer neue ästhetische Fragen auf.
Vereinzelte Töne, ein Klopfen, ein Rascheln, eine zitternd gesungene Melodie und immer wieder Stille. Die Musik des 1943 in London geborenen Frank Denyer mag karg und reduziert erscheinen. Doch auf der anderen Seite seiner sich oft am Rande der Stille bewegenden Kompositionen tun sich die abgründigen Reichtümer der Imagination auf. Mit selbst entwickelten oder von weltweiten ethnologischen Studien aufgegriffenen Instrumenten erschafft Denyer eine Farbpalette, die die unbewussten Regungen der persönlichen und kollektiven Vorstellungswelt auf kompromisslose Weise Klang werden lässt.
11:04 Uhr SWR Kultur Konzert
Donaueschinger Musiktage – LIVE
Ensemble Resonanz; Leitung: Enno Poppe
Ann Cleare: Neues Werk für 18 Streicher (Uraufführung)
Rebecca Saunders: thirst für 18 Streicher (Uraufführung)
(Liveübertragung aus dem Bartóksaal der Donauhallen)
13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne
Musik und Fragen zur Person: Die Literaturwissenschaftlerin Juliane Vogel im Gespräch mit Florian Felix Weyh
Welche Rolle spielt die Schere in der Literaturgeschichte? Was bedeutet es, Auftritte zu absolvieren? Für ihren unkonventioneller Blick auf Kulturpraktiken erhielt Juliane Vogel 2020 den Leibniz-Preis. Sie spürt neugierig Weltzusammenhänge auf.
14:00 Uhr HR 2 Science-Fiction-Hörspiel
„Gärten von gestern“ von Gabi Schaffner
Regie & Soundcollagen: Gabi Schaffner
Schräge Soundcollagen mit Anita Iselin als Audioarchäologin und Arndt Schwering-Sohnrey als Künstliche Intelligenz
14:04 Uhr SWR Kultur Feature
„Trotzdem alles Gute!“ – Wie schafft man es auf eine Schauspielschule?
Von Andreas Reinhart (Produktion: SWR/ORF 2026)
Tausende Menschen bewerben sich jedes Jahr in Deutschland und Österreich bei einer Schauspielschule. 300 Plätze gibt es an den staatlichen Schulen. Die wenigsten Bewerber*innen bekommen also die Chance vorzusprechen – und die meisten, die vorsprechen dürfen, fallen durch.
15:00 Uhr radio 3 Die Hörbiografie
Peter Tschaikowsky: Der Wille zum Glück „Ich schrieb es mit Liebe“ (1874-1876)
Eine Hörbiografie von Jörg Handstein (4/9)
15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature
„Gute Nacht, Ostende“ Porträt einer Endstation
Von Martin Becker und Tabea Soergel
Einst die Königin der belgischen Seebäder, ist Ostende heute eher das Aschenputtel: eine kantige Betonstadt am Meer – und vielleicht gerade deshalb noch immer Sehnsuchtsort für Generationen von Geschichtenerzählern.
15:05 Uhr Deutschlandfunk Rock et cetera
„Meisterbäcker, Miesepeter, Mittelmeerpoeten“ Italiens wahre Musikhelden
Von Giordana Marsilio und Fabian Elsäßer
Nicht nur Pasta und Pizza: Die italienische Musikszene hat mehr zu als die wenigen altbekannten Stars.
Italiener schütteln gerne mit dem Kopf, wenn sie erfahren, welche Musiker aus ihrem Land in Deutschland am bekanntesten sind. Eros Ramazotti, Zucchero, Gianna Nannini, eventuell noch Måneskin. Aber wieso nicht Fabrizio de André, der als einer der größten Cantautori aller Zeiten gilt? Der Genua ein Denkmal schuf, indem er ein Album komplett im Dialekt der Hafenstadt aufnahm? Oder dem genial-sensiblen Lucio Battisti, der ab den späten 70ern weder auftrat noch Interviews gab? Dessen Gesamtwerk aber ebenso vielschichtig wie erfolgreich war. Auch die Premiata Forneria Marconi – Die preisgekrönte Bäckerei Marconi – kennen hierzulande allenfalls ein paar Progrock-Experten. Mit Unterstützung seiner römischen Kollegin Giordana Marsilio füllt Fabian Elsäßer in dieser Sendung musikalische Wissenslücken – auch seine eigenen.
15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel
„Die Sklaven der Arbeit (1/2)“ von Karl May
Regie: Walter Adler, Bernd Lau BR 1977
Große Armut im Erzgebirge. Ehrfürchtig wird „Der Fürst des Elends“ erwartet, der Rettung bringen soll – wenn es ihn gibt. Real dagegen sind die Bedrohungen des „Waldkönigs“, hinter dessen Maske sich reiche Kaufleute verbergen, die die Arbeiter bösartig ausbeuten. Der Kampf zwischen Arbeitern und Kaufleuten spitzt sich zu, als die Liebe mit hineinspielt.
Dieser 1885 geschriebene Kolportageroman von Karl May ist autobiographisch geprägt: May stammte selbst aus ärmlichen Verhältnissen und musste wegen wiederholter Eigentumsdelikte mehrere Jahre ins Gefängnis, wo seine ersten schriftstellerischen Arbeiten entstanden.
17:00 Uhr ByteFM Was ist Musik mit Klaus Walter
Erykah im Kinderzimmer mit Textor
Erykah Badu ist wieder da mit „a wild odyssey about phone addiction“. So stand es in der Vorschau auf die Septemberausgabe von Was ist Musik. Heute wird das vertieft. Mit Henrik von Holtum rede ich über „Before The World Blows“, das neue Album von Erykah Badu & The Alchemist. Henrik von Holtum ist einer der wenigen Leute, die auf Deutsch über HipHop und R&B so schreiben können, dass ich etwas daraus lerne – hallo Bildungsauftrag! Das liegt vielleicht daran, dass Henrik von Holtum unter dem nom de guerre Textor Rapper ist (war?) – bei Kinderzimmer Productions (die etwa zur selben Zeit angefangen haben wie Badu, Mittneunziger). Jedenfalls kann er ziemlich einfallsreich und fundiert erklären, what’s so great about Erykah Badu. Mit Sidesteps zu D’Angelo, Ol‘ Dirty Bastard und zu Keiyaas Idee von „Black Healing Music“, von der auch Albert Ayler Ahnungen hatte. Und Andreas Dorau erzählt von den Gelsenkirchener Protokollen (remember Swiftkirchen?).
17:04 Uhr SWR Kultur Konzert
Donaueschinger Musiktage – LIVE „Abschlusskonzert“
SWR Symphonieorchester
Chris Swithinbank (Elektronik)
Leitung: François-Xavier Roth
Noriko Baba: Bestiarium Musicale VI für Orchester (Deutsche Erstaufführung)
Mauro Lanza: we’ve actually been in this place before für Orchester (Uraufführung)
Fabien Lévy: Que reste-t-il? – Hindewhu Extinction für Orchester (Uraufführung)
Clara Iannotta: into a world that is pure blue (where you are transformed utterly and forever) ((Amen)) für Orchester und Elektronik (Uraufführung)
(Liveübertragung aus der Baar-Sporthalle)
17:10 Uhr Ö1 Spielräume Spezial
100 Jahre Ray Brown
Eine Hommage an Ray Brown, den „Grandseigneur“ der swingenden Viertelnoten
Er thront auf dem Olymp der viersaitigen Tieftöner, als maßgeblicher Einfluss und als Vorbild für unzählige Jazz-Kontrabassisten: Ray Brown, dessen Geburtstag sich am 13. Oktober dieses Jahres zum 100. Mal jährt, war in seiner Funktion als Begleiter der Stars ein humorvoller und unterhaltsamer, dabei immer unaufdringlicher Architekt eines felsenfesten rhythmisch-harmonischen Fundaments. Als swingender Nordstern und Ruhepol der Rhythmusgruppe überzeugte er mit unbestechlichem Timing und durchsetzungsstarkem Puls. Ray Brown in einer Band zu wissen, galt für Mitmusiker, Konzertbesucherinnen und Plattenkäufer als gesicherte Qualitätsgarantie.
Browns Spiel zeichnete sich durch tiefe Verwurzelung in der Jazztradition der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts aus, er hauchte dem an sich zweckdienlichen Kontrapunkt gekonnt Leben ein und entwickelte das Instrument von einem reinen Rhythmusbegleiter zu einer kraftvollen solistischen Stimme weiter. Ray Browns farbenreiches Walkingbass-Spiel verlieh der Musik den gewissen Vorwärtsdrang, und man hört auf seinen Aufnahmen diese straffe, auf den rhythmischen Punkt gebrachte Saitenkunst eines Swing-Genies.
18:00 Uhr HR 2 Feature
Mütter im Job – Wie funktioniert Familie und Beruf? von Annelen Bergenthum
Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, ist für viele Eltern eine tägliche Herausforderung. Besonders Frauen erleben nach der Geburt häufig einen Karriereknick – mit langfristigen Folgen.
18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel
Wieso lässt uns 1001 Nacht nicht los?
Thematische Gespräche rund um die Geschichtensammlung „Tausendundeine Nacht“ anlässlich des Podcast „1001 Nacht“:
Ein urzeitliches Schwindelgefühl – Wieso lässt uns 1001 Nacht nicht los?
Gespräch von Julia Tieke mit Paulo Lemos Horta
Deutschlandfunk 2026
Bild der arabischen Frau – Ist Schahrasad eine Heldin für heute?
Gespräch von Susanne El Khafif mit Joumana Haddad
Deutschlandfunk 2025
Historischer Check-Up – Von welcher Gesellschaft erzählt 1001 Nacht?
Gespräch von Susanne El Khafif mit Reinhard Schulze
Deutschlandfunk 2025
19:00 Uhr HR 2 hr-Bigband
Miles Davis 100 (3)
hr-Bigband feat. Arve Henriksen, cond. by Miho Hazama, Alte Oper Frankfurt, Mai 2026, Teil 3
19:03 Uhr WDR 3 Jazz
Der „King of Swing“ – Benny Goodman. Mit Karsten Mützelfeldt
Ob in kleiner Formationen oder mit Orchester: Seine Erfolge machten ihn zum „King of Swing“. Produzent und Impresario George Wein lobte Benny Goodman mit den Worten: „Er war die Beatles seiner Zeit.“
20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert
Schleswig-Holstein Musikfestival
Kuhstall, Pronstorf
Werke von Mozart, Nunn, Akhunov, Angelis, Piazzolla,
Ksenija Sidorova, Akkordeon
Goldmund Quartett
Aufzeichnung vom 20.07.2026
anschließend: „Musik-und Kongress Lübeck“
Tõnu Kõrvits: „Dances“ für Akkordeon und Orchester
Ksenija Sidorova, Akkordeon
Estnisches-Festival-Orchester
Leitung: Paavo Järvi
Aufzeichnung vom 27.08.2026
20:00 Uhr radio3 Konzert
Kirill Petrenko dirigiert die Berliner Philharmoniker
Werke von Arnold Schönberg und Johannes Brahms in einer Konzertaufnahme vom 28.08.2020
20:00 Uhr ByteFM Neuland mit Patrick Ziegelmüller
Keine schlechten Erinnerungen
Die Kölner Sängerin und Gitarristin Sophia Spies kreiert als Faira ihre ganz eigene, abstrakte Version von Folk. Nach bei beiden EPs „Skies, Waters“ (2024) und „Earth, Earth, Love“ (2025), bei denen Faira auf Englisch gesungen hat, gibt es jetzt mit „Nest“ den Abschluss dieser Trilogie, wobei sie zum ersten Mal auf Deutsch sing. Ihre Songs scheinen auf der Zeit gefallen und erinnern an Vashti Bunyan oder auch Kate Bush. Alle drei EPs finden sich gebündelt als Album auf „Skies, Waters, Whys“.
Robbie Chater und Tony Di Blasi aus Melbourne stehen mit The Avalanches wahrscheinlich im „Guinness Buch der Rekorde“. Immerhin haben sie für ihr Debütalbum „Since I Left You“ (2000) die unglaubliche Zahl von 3.500 Vinylsamples verwendet. Die anschließenden Alben waren genauso vielfältig, zu den Samples kamen Gastbeiträge bekannter Künstler*innen dazu. Auf ihrem vierten Album „No Bad Memories” bilden Samples, Jingles, Klangfragmente und das Stöbern in alten Sounds immer noch den Ausgangspunkt für neue Ideen. Gastbeiträge kommen u. a. von Jamie xx, Karen O, Barry Can’t Swim, Panda Bear und Mike Patton.
Außerdem dabei: neue Musik von Bibio & Dorian Concept, Two Shell, Flora Hibberd, Margo Mann, Bärchen und die Milchbubis, Gotts Street Park, Eels, Fontaines D.C., Endless Wellness sowie eine ausführliche Vorstellung von „Moondram Sevi“, unserem Album der Woche von Keshavara.
20:01 Uhr Ö1 Zeit-Ton
Jugendprojekt von Cantando Admont mit Beat Furrer
Musik für junge Chöre: Furrers „Enigma“-Zyklus erstmals vollständig sowie Uraufführungen von vier Komponierenden beim ORF musikprotokoll
Leonardo da Vincis „Profezie“ – rätselhafte Miniaturen vom Mailänder Hof der 1480er-Jahre – lesen sich heute wie Visionen unserer Gegenwart: „Die Menschen werden gehen und sich nicht bewegen. Sie werden sprechen mit einem, der nicht da ist.“ Aus diesen Texten formt Beat Furrer seinen epochalen „Enigma“-Zyklus, der hier erstmals vollständig in Österreich erklingt.
Gleichzeitig werden die Prophezeiungen weitergeschrieben: Schüler:innen des Pius-Instituts in Bruck an der Mur entwickelten am Samstag, 10. Oktober 2026, für das ORF musikprotokoll eigene Zukunftsbilder, die vier junge Komponist:innen – Soyeon Park, Luca Bardelle, Tina Geroldinger und Anna Sowa – zu neuen Werken inspirierten. Über 250 Stimmen, darunter Profis, Jugendliche und Laien, kamen in der Helmut List Halle zusammen, um diese Musik und ihre Rätsel zum Klingen zu bringen. Ein generationenübergreifendes Sänger:innen-Fest, das die gesamte Helmut List Halle mit Stimmen erfüllt. Gleich mehrere Dirigent:innen sind im Einsatz: Cordula Bürgi, Beat Furrer, Ulrich Höhs, Stefan Kaltenböck und Sebastian Meixner. Konzept und Dramaturgie: Cordula Bürgi.
20:03 Uhr SWR Kultur Hörspiel
Donaueschinger Musiktage „Karl-Sczuka-Preis 2026“ Preisverleihung und Preiswerk
„Die fünfte Jahreszeit“ Von Rupert Enticknap
In diesem Jahr geht der Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst an Rupert Enticknap, der Förderpreis an Khrystyna Kirik und das Recherchestipendium in Zusammenarbeit mit dem Carlfriedrich Claus Archiv an Cristian Fierbinteanu. Der Südwestrundfunk verleiht die Auszeichnungen im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im Strawinsky Saal der Donauhallen. Zu hören ist der Mitschnitt der Preisverleihung vom Nachmittag. Der Vorsitzende der unabhängigen Jury Olaf Nicolai wird ein Gespräch mit den Preisträgern Rupert Enticknap und Cristian Fierbinteanu und der Leiterin des Carlfriedrich Claus Archivs Florence Thurmes führen.
20:03 Uhr WDR 3 Konzert
Stadt, Land, Jazz: Konzerthighlights in NRW
Drei Konzerthighlights aus NRW bietet diese Sendung: das Soulcrane-Quartett um Matthias Schwengler, das Trio Goldings/Bernstein/Stewart und das Bastian Stein Quintett mit seinem Miles Davis-Tribute.
20:03 Uhr Bayern 2 Radiofeature
„80 Jahre zu spät“ Abschiedsbriefe aus der Todeszelle
Von Ulrich Trebbin BR 2026
Unser Autor Ulrich Trebbin stößt auf einen Abschiedsbrief aus der Zeit des Nationalsozialismus: „Meine liebste Anni, muss dir heute die traurige Nachricht schreiben, dass ich um 5:00 Uhr meinen Tod habe…“. Ein junger Mann aus Landsberg soll hingerichtet werden. Seine letzten Worte werden Anni nicht erreichen. Die NS-Justiz hat den Brief und Dutzende sogar hunderte weitere unterschlagen.
Aber auch nach Kriegsende werden die letzten Worte der Hingerichteten in Archiven weggeschlossen – bis Ulrich Trebbin Expertinnen kontaktiert, die sich auf die Suche nach Hinterbliebenen machen.
Nach 80 Jahren bekommen Menschen in ganz Europa Post ihrer zu Tode verurteilten Verwandten. Ihre Reaktionen sind ergreifend und zeigen, wie wichtig es ist, die
NS-Zeit weiter aufzuarbeiten.
20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature
„Lillo“ Mein Großvater, der Faschismus, Italien und ich. Von Livia Valensise
Regie: Stella Luncke mit Livia Valensise
Dramaturgie: Julia Illmer
Deutschlandfunk 2026
Jahrzehntelang engagierte sich mein Großvater für die neofaschistische Partei Italiens. Nach seinem Tod begebe ich mich auf Spurensuche, will seinen Lebensweg und den Aufstieg der Rechten in Italien besser verstehen.
21:05 Uhr Deutschlandfunk Konzertdokument der Woche
Musikfest Bremen 2026 „Lighten mine eyes“ – Psalmen, Lieder und „Harp Consorts“ von William Lawes
Près de votre oreille
Leitung: Robin Pharo, Viola da gamba
Mitschnitt vom 27.8.2026 aus der Alten Rheder Kirche, Rhede
Am Mikrofon: Hannah Bernitt
Die subtile Vokal- und Instrumentalmusik von William Lawes: eine Art „Missing Link“ zwischen William Byrd und Henry Purcell
William Lawes war im 17. Jahrhundert Hofkomponist unter dem englischen König Charles I. Damals geschätzt für seine Consort-Musiken für Gambenensemble, verblasste sein Ruhm schnell nach seinem Tod im Jahr 1645. Das Vokal- und Instrumentalensemble Près de votre oreille bringt den Komponisten entsprechend dem Ensemblenamen „nah an Ihr Ohr“ und verdeutlicht, dass Lawes‘ Werke heute häufiger gespielt werden sollten. Also, Ohren auf für Lawes‘ harmonische Einfälle und die auffallende Expressivität seiner Musik.
22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz
Trommeln, Becken, Tablas – Der Schlagzeuger Dan Weiss. Von Ssirus W. Pakzad
Seine Ausdrucksmittel und Schlag-Varianten scheinen keine Grenzen zu kennen. Der US-amerikanische Drummer Dan Weiss, der auch ein Meister der indischen Tablas ist, setzt sein musikalisches Vokabular in den Bands prominenter Bandleader ein und sorgt auch mit eigenen Ensembles für Furore. Er betreibt ein klassisch besetztes Jazz-Piano-Trio, mehrere Großformationen und Bands wie „Starebaby“, die deutlich vom Progrock inspiriert sind. Der 49-Jährige ist ein Tausendsassa.
22:03 Uhr Bayern 2 Eins zu Eins. Der Talk
Gast: Erika Kazubko, Zeitzeugin
Erika Kazubko überlebte als junge Frau den Bombenangriff auf Dresden am 13. Februar 1945. Ihre traumatischen Erlebnisse konnte die ehemalige Schauspielerin und Sprechtrainerin erst mit Hilfe der japanischen Form der Haikus ausdrücken und verarbeiten. Im Juli ist sie im Alter von 101 Jahren verstorben. In Memoriam wiederholen wir ein Gespräch aus dem Jahr 2024.
22:05 Uhr Ö1 Diagonal
„Ich möchte seicht sein!“ Diagonal zum 80. Geburtstag von Elfriede Jelinek
„Ich will kein Theater!“ schreibt Elfriede Jelinek 1983 in ihrem programmatischen Text „Ich möchte seicht sein!“. Damals formuliert Jelinek einen Gründungstext des postdramatischen Theaters. Längst verfasst die Literaturnobelpreisträgerin keine klassischen Theatertexte mit Regieanweisungen, Figuren und Dialogen mehr. Im August 2026 wurde Elfriede Jelineks Stück „Unter Tieren“ bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt. Es sind Nachrichten aus dem posthumanen Zeitalter. Denn, so die Autorin in einem Brief an ihren Haus- und Hofregisseur Nicolas Stemann, in ihrem letzten Stück sollen nur noch Tiere sprechen.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Literatur
„Gedichte im Gespräch“ Das Lyrische Quartett im Herbst 2026
Mit Daniela Strigl, Jan Bürger, Ozan Zakariya Keskinkılıç und Birgitta Assheuer
Moderation: Maren Jäger
Drei neue Lyrikbände, eine Empfehlung und mindestens vier Lesarten. Außerdem liest Birgitta Assheuer einige der besprochenen Gedichte.
23:03 Uhr WDR 3 Studio Neue Musik
Koreas nächste Generation – ein Reisebericht. Mit Clemens K. Thomas
Vier Wochen in Seoul: Clemens K. Thomas, selbst Komponist, begegnet jungen Kolleginnen und Kollegen und erkundet die Wege, die sie in der koreanischen Leistungsgesellschaft beschreiten.
Was bewegt junge Komponist*innen in Korea? Wie klingt ihre Musik? Die teilnehmende Beobachtung vor Ort zeigt eine Szene im Wandel: Neue Orte und Kollektive entstehen jenseits etablierter Strukturen. Junge Musikschaffende suchen im Nebeneinander von lokalen Traditionen, europäischen Einflüssen und globaler Popkultur ihre individuelle Stimme.
23:03 Uhr SWR Kultur Essay
Weltallnachbarn. Von Wladimir Kaminer
23:03 Uhr BR Klassik – Musik der Welt
„Magische Stimmräume“ Die Kunst des Ober- und Untertongesangs. Von Uta Sailer
Es ist eine magische Klangwelt: Ober- und Untertonmusik. Sie entsteht durch gezielte Stimmtechnik und beruht auf dem Prinzip der Verstärkung der in jedem Ton mitschwingenden Obertöne. Kehlkopf, Rachen, Zunge werden zu Werkzeugen für den Eintritt in einen ganz besonderen Klangraum. Schwebende Melodien, kristalline Pfeiftöne, brummende Bässe. Die Musik klingt, als käme sie aus einer anderen Welt. Da mag es kaum verwundern, dass sie in einigen Kulturen eng verbunden ist mit schamanistischen Praktiken, wie beispielsweise in Tuwa und der Mongolei, der Wiege der Obertonmusik. Eine ganze Palette an Stilen hat sich dort herausgebildet. Aber auch im Westen wird Obertonmusik praktiziert und komponiert. Wie das klingt, was Obertonexperten aus Ost und West daran fasziniert und wie sich Obertongesang anfühlt – darum geht es in dieser Musik der Welt-Sendung.