Each year, North Sea Jazz commissions a promising Dutch jazz composer to freely write a composition. For this occasion, pianist…
Von Jacek Brun. Was geschieht, wenn man Erik Saties Melancholie, seine eigentümliche Gelassenheit und seinen feinen Humor durch die Augen eines zeitgenössischen Jazzmusikers betrachtet?
Philipp Rüttgers gibt darauf in „Re: Satie – Picturing the Invisible” keine eindeutige Antwort. Vielmehr begibt er sich gemeinsam mit Omer Govreen und Sun-Mi Hong auf die Suche nach etwas, das sich ohnehin kaum festhalten lässt: dem Unsichtbaren in Saties Musik.
So begegnen sich zwei Welten, ohne dass eine der anderen untergeordnet wird. Satie bleibt erkennbar, wird aber nicht konserviert. Das Jazztrio benutzt die historische Vorlage wiederum nicht als dekoratives Zitat, sondern als Ausgangspunkt für eine eigene künstlerische Aussage.
Re: Satie – Picturing the Invisible lässt uns vertraute Musik aus einer anderen Perspektive hören. Vielleicht ist genau das die größte Qualität dieses Albums: Rüttgers versucht nicht, Saties Geheimnisse zu erklären. Er gibt ihnen neuen Raum.
© Jazz-Fun,de, 12.9.2026



