Radiotipps für den 25.10.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.

00:03 Bayern 2 Radiojazznacht

Klassiker, neue Alben und Live-Musik
Mit Marcus A. Woelfle


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„Seit 80 Jahren durch die musikalische Welt“ Das Ojai Music Festival in Südkalifornien. Von Arndt Peltner
Jedes Jahr treffen sich in der südkalifornischen Kleinstadt Ojai führende Komponisten und Musiker, um musikalische Experimente zu realisieren.

Ojai liegt rund 80 Meilen nordwestlich von Los Angeles. Eine kleine Citrusgemeinde, die auf den ersten Blick nicht wie ein Zentrum für außergewöhnliche Musik erscheint. Doch seit nunmehr 80 Jahren trifft sich hier alljährlich das „Who is Who“ der zeitgenössischen und experimentellen Musik. Das Ojai Music Festival ist ein Festival über vier Tage, draußen in einem Park direkt im Zentrum. Wer auf der Bühne steht, darf sich vom normalen Lärm und den Geräuschen aus der Nachbarschaft nicht beirren lassen.
In Ojai werden musikalische Ideen, auch wenn sie noch so außergewöhnlich sind, umgesetzt. Gerade das macht die Anziehungskraft für Künstlerinnen, Künstler und Publikum aus.


11:00 Uhr radio 3 Sonntagskonzert

Gustavo Dudamel & Ensemble Resonanz in zwei Teilen
In diesen Aufnahmen führen Dudamel und das Simón Bolívar Youth Orchestra of Venezuela die Fünfte Sinfonie von Peter Tschaikowsky auf. Die Berliner Philharmoniker spielen unter seiner Leitung „Symphonic Dances“ von Leonard Bernstein. Die Pianistin Yuja Wang spielt das Solo in Sergej Rachmaninows Dritten Klavierkonzert – begleitet von der Los Angeles Philharmonic.
Im zweiten Teil des Sonntagskonzerts spielt das Ensemble Resonanz Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Ludwig van Beethoven, Anton Kraft und Arnold Schönberg.


13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person: Der Schriftsteller Thomas Brussig im Gespräch mit Joachim Scholl
Mit seinem Wende-Roman „Helden wie wir“ wurde er 1999 über Nacht berühmt: Thomas Brussig. Viele Bücher des gebürtigen Ost-Berliners sind seither erschienen, immer geprägt von seinem humoristischen Blick auf deutsch-deutsche Verhältnisse.


14:00 Uhr HR 2 Hörspiel

„Hyperbolische Körper“ von Andrea Geißler
Komposition, Regie und Gesamtrealisation: Ulrike Haage

Kreiselkonstruktion: Philipp Fiedler
Zwei der wegweisendsten Frauen in der Mathematik trennte mehr als ein Jahrhundert – eigentlich, denn in diesem Hörspiel sind die Schranken der Zeit aufgehoben. So können die beiden ganz offen sprechen und streiten über die Zukunft der Mathematik – und ihre eigene.


14:04 Uhr SWR Kultur Feature

Eine Utopie in der Nussschale – Die Öffentliche Bibliothek. Von Fabiana Blasco
Gegen die Verzweiflung über die Weltlage hilft ein Besuch in einer öffentlichen Bibliothek. Dort leben verloren geglaubte Utopien weiter. Bibliotheken sind längst keine reinen Bücherleihstellen mehr, sondern Orte der lebendigen Begegnung – ganz ohne Konsumzwang. Sie bieten Raum für Vielfalt, Nähe und Austausch. Hier lernt man gemeinsam, macht Hausaufgaben, trinkt Kaffee, tauscht sich aus oder leiht neben Medien auch Musikinstrumente aus. Sogar Lachyoga ist möglich.


14:04 Uhr SWR Kultur Feature

Eine Utopie in der Nussschale – Die Öffentliche Bibliothek. Von Fabiana Blasco
Gegen die Verzweiflung über die Weltlage hilft ein Besuch in einer öffentlichen Bibliothek. Dort leben verloren geglaubte Utopien weiter. Bibliotheken sind längst keine reinen Bücherleihstellen mehr, sondern Orte der lebendigen Begegnung – ganz ohne Konsumzwang. Sie bieten Raum für Vielfalt, Nähe und Austausch. Hier lernt man gemeinsam, macht Hausaufgaben, trinkt Kaffee, tauscht sich aus oder leiht neben Medien auch Musikinstrumente aus. Sogar Lachyoga ist möglich.


15:00 Uhr radio 3 Die Hörbiografie

Peter Tschaikowsky: Der Wille zum Glück – Das verflixte Jahr 77 (1877)
Eine Hörbiografie von Jörg Handstein (5/9)


15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature

Jazzy Diaspora – Oder – Die Geburt eines säkularen Juden
Oder: Die Geburt eines säkularen Juden. Von Paul Brody


15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel

„Die Sklaven der Arbeit (2/2)“ von Karl May
Komposition: Peter Zwetkoff Regie: Walter Adler, Bernd Lau BR 1977

Der Kampf zwischen Arbeitern und Kaufleuten geht weiter: Fritz Seidelmann, Sohn eines reichen Kaufmanns, verdächtigt den Weberssohn Eduard, im Dienste des geheimnisvollen „Fürsten des Elends“ zu stehen. Es kommt zu einem Racheplan, der alles eskalieren lässt.


15:05 Uhr Deutschlandfunk Rock et cetera

„Endlose Melodie der Natur“ Die norwegische Folk-Progband Needlepoint. Von Tim Schauen
(Wdh. v. 19.10.2025)
Angenehm melancholisch und auch mal sperrig: Die Musik von Needlepoint atmet 1970er-Luft und speist sich aus Rock, Folk und Jazz.

Diese Band atmet den Geist der frühen 1970er-Jahre: Folk, sanfter Rock mit Prog- und auch Jazz-Einflüssen sind im Sound der 2010 gegründeten Formation Needlepoint zu finden, und gerade mit ihrem aktuellen Album „Remnants of light“ unterstreichen die Norweger diesen Eindruck. Lange Songs, mäandernde Melodiebögen, noch längere Textkaskaden untermalt mit dem musikalischen Erbe einer scheinbar vergangenen Ära. Und genau dies macht das Alleinstellungsmerkmal von Needlepoint aus. Sechs Alben in 15 Jahren Band-Leben sind jetzt kein überbordender Output, aber die Protagonisten sind auch so vielbeschäftigt in der bunten Norweger Szene. Von der ursprünglichen Trio-Besetzung sind noch Bjørn Klakegg (Gitarre, Gesang) und Nikolai Hængsle (Bass) in der Band aktiv. Und: Sie lassen sich zwar Zeit, das Projekt ist aber längst nicht auserzählt.


17:10 Uhr Ö1 Spielräume Spezial

100 Jahre Jimmy „Little Bird“ Heath. Eine Hommage an den legendären Saxofonisten Jimmy Heath
Am 25. Oktober 1926 wird in Philadelphia James Edward Heath geboren; später schreibt er als Jimmy Heath Jazzgeschichte – und unter seinem Spitznamen „Little Bird“. Der geht einerseits auf seine Körpergröße von nur 1,60 m zurück und andererseits darauf, dass kein Saxofonist das Erbe von Charlie „Bird“ Parker so weiterträgt wie er.


18:00 Uhr HR 2 Feature

Neues aus aller Welt – ARD-Korrespondent*innen berichten
Über Kreta von Moritz Pompl | Über Südtirol von Lisa Weiß


18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel

„Die Holländerinnen“ Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Dorothee Elmiger
Mit: Britta Hammelstein
Hörspielbearbeitung und Regie: Ulrich Lampen
(Produktion: SWR 2026 – Premiere)


18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

„Koloniale Arten“ Von Maxi Obexer
Regie: Christine Nagel
Komposition: Niko Meinhold
Musik: Susanne Paul (Cello)
Ton und Technik: Corinna Gathmann, Philipp Neumann und Raphael Thorn NDR 2026
Safari im Vorzeige-Reservat – doch die Tiere zeigen sich nur auf den Schildern, die auf sie hinweisen. Statt einer Jagd erleben die Schriftstellerin Jenny und die Kuratorin Conny ein Geflecht aus Geschichten von kolonialer Sammelwut, wissenschaftlicher Klassifikation und der Erfindung des „Exotischen“. Zwischen Fieberträumen und Artefakten meldet sich das Naturkundemuseum zu Wort.


19:00 Uhr HR 2 hr-Bigband

Claire Martin – A Great Voice from Great Britain (1)
hr-Bigband feat. Claire Martin, cond. by Jörg Achim Keller, Rheingau Musik Festival: Jazz Matinée auf Schloss Johannisberg im Cuvéehof, Juni 2026, Teil 1


19:03 Uhr WDR 3 Jazz

Der Chopin des Jazz-Pianos: Bill Evans. Mit Karsten Mützelfeldt
Bill Evans gab dem Jazzpiano eine neue Sprache: poetisch, harmonisch kühn und voller Feinheit Sein Einfluss ist bis heute zu spüren – nicht zuletzt und vor allem als Revolutionär des Klavier-Trios.


20:00 Uhr radio3 Konzert

Vladimir Jurowski dirigiert das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Werke von Modest Mussorgskij, Dmitrij Schostakowitsch, Witold Lutosławski und Sergej Prokofjew mit Ivan Karizna, Violoncello in einer Konzertaufnahme vom 05.05.2023


20:01 Uhr Ö1 Zeit-Ton

(Astro)physikalische Irritationen beim ORF musikprotokoll
Imaginäre Klangwelten jenseits der Wahrnehmungsschwelle

Einen Kristallisationspunkt bildete dabei die Ausstellung Supernova im Volkskundemuseum am Paulustor mit Studierenden der Kunstuniversität Graz. Inspiration schöpften diese bei der SciArt Dialogue Week 2026 am CERN, an der auch Lehrende, Forschende und Studierende der Universität Graz teilgenommen haben. Im Symposium „Space, Time and Material: Trajectories between Art and Science“ wurde der dort begonnene Dialog nun fortgesetzt. Dafür sind auch Wissenschaftler:innen angereist, die am CERN forschen.
Die SciArt Dialogue Week, die im Jänner dieses Jahres auf Miteinladung des ORF musikprotokoll stattfand, wurde von art@CMS/ORIGIN veranstaltet. Seit 2012 verbindet das Vermittlungsprogramm art@CMS/ORIGIN die Wissenschaftsgemeinschaft rund um den Teilchendetektor CMS und angrenzende Institutionen mit Kunstschaffenden, Kunststudierenden und Kunstlehrenden, um möglichst viele Menschen für die Teilchenphysik zu begeistern. Gegründet wurde es von dem Physiker, Fotografen und Künstler Michael Hoch.


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

Kammer-Folk in Rudolstadt 2026
Aba Trio, Duga, Antti Paalanen, Dis is Marketa, und MiniBarosi: Beim Rudolstadt Festival 2026 haben diese Ensembles feinsten europäischen Kammer-Folk gespielt. Babette Michel stellt ihre Konzerte vor.


20:03 Uhr Bayern 2 Radiofeature

„Und erhalte dir die Farben“ – Vom schwierigen Umgang mit der bayerischen Heimat
Von Thies Marsen BR 2015

„Heimat“ – nur die deutsche Sprache kennt einen solchen Begriff, der die unglaubliche Faszination des Einzelnen zu einem Landstrich, seinen Menschen und seiner Kultur beschreibt. Heute ist der Begriff überall und das in einer Zeit, in der sich viele Bindungen zum Beispiel zu Dorfgemeinschaften oder Vereinen auflösen. Vielleicht ist der Begriff so beliebt, weil nicht klar ist, was er bedeutet. Jeder kann sich darunter vorstellen, was er mag.


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Perle“ Der Weg zurück zur körperlichen Unversehrtheit. Von Yasmina Hamlawi
Regie, Bearbeitung und Übersetzung aus dem Französischen: Annika Erichsen
Komposition: Manuel Hermia Ton: Manfred Seiler SWR 2023
Fos wächst in Somalia mit weiblicher Genitalverstümmelung auf – für sie ist das Normalität. Sie entkommt diesem Schicksal und findet in Belgien einen Weg zurück zu ihrem Körper und zu ihrer „Perle“, der Klitoris.


21:05 Uhr Deutschlandfunk Konzertdokument der Woche

Kammermusikfest Spannungen 2026
Olivier Messiaen: „Louange à l´Immortalité de Jésus“ für Violine und Klavier aus: „Quatuor pour la fin du temps“
György Kurtág: Acht Duos für Violine und Cimbalom, op. 4
Johannes Brahms: Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 F-Dur, op. 99
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 15 A-Dur, op. 141 in der Bearbeitung für Violine, Violoncello, Klavier und Schlagzeug von Viktor Derevianko und Mark Pekarski

Aufnahme vom 18.6.2026 aus dem Kraftwerk Heimbach
Am Mikrofon: Norbert Hornig
Der Festival-Leitgedanke „Das Heilige und das Profane“ findet in diesem Konzert eine weitere ausdrucksstarke Vertiefung.
Spiritualität in meditativer Versenkung begegnet uns eindringlich im achten Satz „Lobpreis der Unsterblichkeit Jesu“ für Violine und Klavier aus dem „Quartett vom Ende der Zeit“ von Olivier Messiaen. In ihrer Stille und Vereinsamung dazu passend, schließen sich die selten zu hörenden acht Duos für Violine und Cimbalom von György Kurtág an. Mit der sehr körperlichen, geradezu kämpferischen F-Dur-Cellosonate von Johannes Brahms wird man wieder ganz in das „Hier und Jetzt“ zurückgeholt. Düsternis und packende rhythmische Aktion begegnen uns schließlich im Hauptwerk des Abends, einer von Dmitri Schostakowitsch selbst autorisierten Bearbeitung seiner 15. Sinfonie.


22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz

„More Than Anything“ – Der Pianist Georg Graewe. Von Nina Polaschegg
Manchmal fallen Jubiläen zusammen: Georg Graewe feierte 2026 nicht nur seinen 70. Geburtstag, vor genau 50 Jahren erschien auch die erste Platte des Pianisten: New Movements. Seit vielen Jahren bewegt der SWR Jazzpreisträger 2015 im musikalischen Niemandsland zwischen Komposition und Improvisation – in diesem Jahr wird er zum ersten Mal beim Jazzfest Berlin auftreten, im Trio mit dem Schlagzeuger Hamid Drake und dem Bassisten Brad Jones. Wir nehmen dieses Festival-Debüt zum Anlass, den aus Bochum stammenden Wahlwiener internationaler Aktivität ein Porträt zu widmen.


22:05 Uhr Ö1 Diagonal

William S. Burroughs. Eine Hommage
Nova Convention Revisited. 1978 fand ein heute legendäres, dreitägiges Multimedia-Festival im New Yorker East Village statt. Die Nova Convention feierte den Autor William S. Burroughs und vereinte wichtige Figuren der Avantgarde- und Gegenkultur mit Lesungen, Performances und Musik. +++ Anschl.: Diagonals Feiner Musiksalon: Allen Ginsberg, Peter Orlovsky, Steven Taylor – Live in Graz 1980 – America, Give a shit!


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Literatur

Literatur und Wissenschaft im LCB: „Ach, diese wunderbaren Lücken!“
Mit Matthias Nawrat und Kornelia Kończal

Moderation: Jörg Plath
(Aufzeichnung vom 13.10.2026, Literarisches Colloquium Berlin)
Matthias Nawrats Roman „Das glückliche Schicksal“ erzählt von vielem … nicht. Dazu vom Kommunismus und Kapitalismus, vom Archipel Gulag, von der Zwangsarbeit und der Solidarność sowie von Kybernetik und Spieltheorie.


23:00 Uhr radio 3 The Voice

Arooj Aftab
Diese Sängerin, Komponistin und Musikproduzentin ist die erste pakistanische Künstlerin, die einen Grammy Award gewonnen hat. Grammy-Nominierungen und der niederländische Edison Jazz Award folgten. Ihre innovativen Kompositionen entstehen meist in Brooklyn in New York – ihrem neuen Lebensmittelpunkt. Sie sind eine Mischung aus Jazz, Electronica, Minimal Music und traditioneller pakistanischer Musik. Für ihre poetischen Texte lässt sie sich aus der mystischen Dichtung der Sufi inspirieren. Zusammengehalten wird alles von ihrem warmen, gefühlvollen Gesang.


23:03 Uhr SWR Kultur Essay (John Berger zum 100. Geburtstag)

Ein Funken Hoffnung. Von Christine Nagel
Der englische Künstler und Schriftsteller John Berger bezeichnete sich selbst als „Geschichten-Erzähler“. In diesem Essay hören wir ihm zu, wie er beim Reden seine Gedanken entwickelt, abwägt, in den Raum stellt. Aus seinen Fragen an die Gegenwart ist ein umfangreiches Werk hervorgegangen. Es umfasste Zeichnungen und alle literarischen Gattungen. Berger wurde nie müde, um den Sinn von Erfahrungen zu ringen. Worauf gründete sein engagiertes Eintreten für eine gerechtere (und humanere) Welt?
„Vielleicht sind Zeichnungen wie Menschen. Sie wollen immer herausfinden, wer sie sind.“


23:03 Uhr BR Klassik – Musik der Welt

Die Mütter von Cherson – und die Stimme des „anderen Russland“
Antikriegsmusik von Maxim Kolomijets und Vladimir Genin. Von Julia Smilga

Wie kann Musik von Krieg erzählen, ohne Gewalt zu verherrlichen? Die Sendung stellt zwei Komponisten vor, die sich mit ihren Werken gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine wenden – aus unterschiedlichen biografischen und kulturellen Perspektiven.
Die neue Oper „Die Mütter von Cherson“ des ukrainischen Komponisten Maxim Kolomijets erinnert an ukrainische Kinder, die aus der von der russischen Armee besetzten Stadt verschleppt und in Lager auf der Krim gebracht wurden. Im Mittelpunkt stehen die Mütter, die um die Rückkehr ihrer Kinder kämpfen. Kolomijets macht ein Verbrechen hörbar, das in den Nachrichten häufig nur als trockene, abstrakte Zahl erscheint.
Der russischstämmige Komponist Vladimir Genin, der seit vielen Jahren in München lebt, widmet seine „Threnody for the Victims in Ukraine“ den Opfern der Gewalt im Donbass. Das Werk ist Klagelied und Solidaritätsgeste zugleich – eine Stimme des „anderen Russland“. Auch in „Ukrainian Madonna“ und „Pietà“ kreist Genins Musik um Schutz, Trauer und Erinnerung.
Zwei Komponisten, zwei Perspektiven auf den Krieg: Maxim Kolomijets und Vladimir Genin suchen in ihrer Musik eine Sprache für Trauer, Wut und Solidarität.


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