Repetitiv, die Kunst der Fuge oder die vorwärtstreibenden Kreisbewegungen. Alles kehrt zum Anfang zurück und bildet sich neu, alles fließt…
Mit Odilo Clausnitzer (DLF). Hypnotische Klaviermusik im Zeichen von soghafter Repetition und vielschichtigen Grooves. Melodiefiguren, die wie Kippbilder im Kopf ihre Gestalt ändern, eng verzahnte Polyrhythmen – es dauert nicht lange, und man ist im Bann von Nik Bärtschs unverwechselbarer Klaviermusik.
Der Schweizer Pianist entwickelt seine kühnen Groovestücke aus rhythmischen Keimzellen, seinen „Modulen“. In langen Sequenzen voll Wiederholung und allmählicher Verschiebung bauen sich dabei große Energien auf, das Zuhören kann zur trancehaften Erfahrung werden. „Ritual Groove Music“ nennt er selbst diese sehr persönliche Art von planvoll konstruierter, aber soghaft fließender Musik. Beim J.O.E.-Festival in Essen hat Nik Bärtsch das Publikum in intimem Rahmen auf eine großangelegte, unterbrochene Klangreise mitgenommen.
Nik Bärtsch, Klavier
Aufnahme vom 21.2.2026 beim JO.E.-Festival Essen
© Deutschlandfunk, Jazz Live, 1.9.2026
