Ein Musiktipp von Julian Weber (TAZ). Der Brite Satch Hoyt veröffentlicht das Album „Un-Muting“. Die Musik ist das Ergebnis einer…
Von Thomas Groetz (DLK). „Ich habe zwei Haupziele, zwei Lebenswerke“, sagte Kurt Schwitters, „Das zweite ist meine Sonate.“ Obwohl klassisch viersätzig, ist die „Sonate in Urlauten“ eine Anti-Sonate, eine Art spielerische Dekonstruktion des bildungsbürgerlichen Diskurses. (Erstsendung: 25.5.2021)
Nachdem Kurt Schwitters am 6. September 1921 der Rezitation eines sogenannten Plakatgedichts seines Künstlerfreundes Raoul Hausmann beigewohnt hatte, ging ihm das abstrakte Buchstabenpoem „fmsbwtözäupggiv?mü“ nicht mehr aus dem Kopf. Aus der Übernahme und Weiterführung des Gehörten entstand die „Ursonate“, ein wichtiges Lautgedicht der frühen Moderne.
Alles, was ein Künstler spuckt, ist Kunst
Kurt Schwitters´ „Ursonate“ wird 100 Jahre alt
Von Thomas Groetz
Produktion: Dlf Kultur 2021
