Das Londoner Afrobeat-Kollektiv "Kokoroko" will den Jazz raus aus den elitären Liebhaberzirkeln und zurück in die Clubs holen. Denn Qualität,…
Ein großer Anlass zur Freude ist die von Soul Jazz herausgebrachte Compilation „Congo Revolution – Revolutionary and Evolutionary Sounds From The Two Congos“ mit kongolesischem Rumba aus den Jahren 1955 bis 1962, meint Jonathan Fischer in der SZ-Retrokolumne. Zu hören gibt es ein Land im Freiheitsrausch.

„Wer konnte damals schon ahnen, dass der Unabhängigkeitsheld solch herrlich swingender Rumba-Nummern wie ‚Patrice Lumumba‘ schon kurze Zeit später mit Hilfe belgischer Militärs und des CIA ermordet werden, der Kongo unter Diktatoren wie Mobutu zur korrupten Staats-Persiflage verkommen würde? Fast märchenhaft wirken da die Porträts des kongolesischen Fotografen Jean Depara im 50-seitigen Booklet: Man sieht Musiker und Tänzer in flamboyanten Mod-Anzügen, die sich voller Zuversicht zwischen Motorroller und Verstärker-Boxen inszenieren. Auch visuell ist das ganz großer Pop!“ © Text: Efeu, Perlentaucher //Süddeutsche Zeitung, 18.11.2019
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