Was wir hören, ist ein hochspannendes und abwechslungsreiches Gitarrenalbum eines Trios, bestehend aus David Chevallier, Sébastien Boisseau und Christophe Lavergne,…
Mit David Moss springen wir gut 40 Jahre zurück. Zu den LPs, die ich noch heute voller Stolz besitze. Und David Moss spielte 1985 mit Joe Sachse im Konzert zur Eröffnung meines Jazzclubs in meiner Heimatstadt. So etwas vergisst man nicht.
Wenn ich heute seine Musik höre, dann springt wieder dieser Funke über, der auch schon das Publikum 1985 begeistert hat. Und genauso, wie er es in seinen Gedanken für diese Veröffentlichung beschrieben hat, war es auch: schnell, roh, neugierig und herrlich unwiederholbar. Einfach ein unvergessliches Konzert!
Ich bin überrascht, wie gut diese Musik auch heute noch klingt. Dass dieser Geist aus New York auch im Jahr 2026 noch immer fesseln kann, ist beeindruckend. David Moss spielt und improvisiert voller Lust – ohne Grenzen im Kopf. Seine Mitmusiker Arto Lindsay, John Zorn, Christian Marclay, Wayne Horvitz und Tom Cora waren in jenen Jahren die Musiker, die in New York den Ton angaben. Mit ihrer kompromisslosen Suche nach neuen Ausdrucksformen setzten sie ihre Vorstellung von Musik um.
Allein die Gedanken zu den Veröffentlichungen von David Moss und Fred Frith sind ihr Geld wert. Denke ich. Nie waren sie kompromissloser und neugieriger als bei diesen Aufnahmen.
Sicher höre ich diese mir vertraute Musik anders als jüngere Hörer. Ich hoffe sehr, dass auch dort jener Funke überspringt.
