Sein Ton wurde von vielen kopiert, seine Virtuosität blieb für die meisten unerreichbar. Michael Brecker setzte mit ausgeprägtem Perfektionismus neue…
Kaum ein Saxophonist wurde so häufig kopiert, seine Virtuosität ist bis heute unerreicht. Atemberaubende Improvisationen ließen ihn zu einem der populärsten Vertreter seines Instrumentes werden – und zum wichtigsten Einfluss nach John Coltrane. Von Karsten Mützelfeld.
Als gefragter Studiomusiker mit ausgeprägtem Hang zum Perfektionismus setzte Brecker neue Maßstäbe, die kurzen Soli in unzähligen Pop-, Soul-, R&B-Produktionen wirkten stilbildend. An der Seite seines Bruders Randy trieb er mit den Brecker Brothers die Melange von Funk und Fusion voran, auch Michaels Solo-Alben hinterließen nachhaltigen Eindruck. 2007 verstarb er im Alter von nur 57 Jahren. Viele Ton-Dokumente seiner viel zu kurzen Karriere führen den Vorwurf, ein reiner „Techniker“ gewesen zu sein, ad absurdum. Auch wenn der Saxophonist sich seiner Bedeutung durchaus bewusst war – Michael Brecker blieb stets ein überaus bescheidener und liebenswerter Meister, eben ein „gentle giant“.
© WDR 3, Jazz, 1.4.2025
Delta City Blues | 1:16
Michael Brecker
Midnight Voyage | 6:15
Michael Brecker
The Hottest Man In Town | 0:53
Randy Brecker
The Weasel Goes Out To Lunch | 0:26
Randy Brecker
Dream Suite | 1:10
Dreams
Let It Ride | 0:57
Patti Austin
Rocks | 6:45
Brecker Brothers
Funky Sea, Funky Dew| 0:55
Brecker Brothers
Tee Bag | 7:40
Steps
Sumo | 0:33
Steps Ahead
In A Sentimental Mood | 3:25
Steps Ahead
Nothing Personal | 5:15
Michael Brecker
Further To Fly | 1:16
Paul Simon
Wakaria | 5:10
Brecker Brothers
Renaissance Man | 4:10
Michael Brecker
Peace On Earth | 0:53
Brecker/Lovano/Liebman
When Can I Kiss You Again? | 1:20
Michael Brecker
My One And Only Love | 0:48
Michael Brecker
Tumbleweed | 4:15
Michael Brecker
