Hörstück von Thomas Knoefel und Jan St. WernerVon Auditionen und anderen akustischen Wahrnehmungen, die nicht aus der materiellen Welt kommenEine…
„Ich habe wieder angefangen aufzuschreiben“. So beginnt es. Ein Mann streift durch Europa und denkt. Seine Orte: Rom, Kreuzberg, San Sebastian, Tunis. Naja, Tunis nur beinahe, das wäre ja nicht Europa …
Ein Filmprojekt soll realisiert werden. Aber bald ist das nicht mehr so wichtig. Männer mit irgendwie bekannten Namen tauchen auf, einer heißt Horn, einer Brock, Groys und Sloterdijk zwei andere, „einer Parade der alten Denker“, Badiou, Agamben, und Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen sind rein zufällig. Ein andermal spricht man über Miroslav Klose, Trump wird Präsident und Griechenland ist noch immer in der Krise, während moussierender Sommerwein den Durst löscht und allenthalben der Sinn platzt. Ein deliranter Reigen abendländischen Denkens, ein „Theorieroman“ ohne Theorie und wenig Roman. „Und Heidegger ist wenigstens von hinten zu sehen.“
© SWR 2, Essay, 18.12.2017
(Visited 53 times, 1 visits today)
