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Von Yasmina Hamlawi (WDR 3). Mit „Regen für die Toten“ nähert sich die Autorin Yasmina Hamlawi einer existenziellen Frage, die zugleich tief kulturell geprägt ist: Wie erinnern wir unsere Toten – und wer darf dabei sprechen, weinen, handeln?
Im Zentrum der Erzählung steht die achtjährige Kenza, die mit ihrer Mutter Yasmina von Belgien nach Algerien reist – auf der Suche nach ihren Wurzeln und nach einem verstorbenen Großvater, den sie kaum kennenlernen konnte. Für Yasmina selbst wird diese Reise zu einer Begegnung mit einer schmerzhaften Leerstelle: Beim Begräbnis ihres Vaters durfte sie nicht dabei sein. Als Frau blieb sie am Rand – ohne Abschied, ohne eigenes Lebewohl. „Regen für die Toten“ erzählt davon, wie Mutter und Tochter dieser Leerstelle begegnen und ein neues Ritual finden.
Reise ins Vaterland: „Regen für die Toten“
Von Yasmina Hamlawi
Redaktion im WDR Annette Blaschke
Produktion BRF 2025/ORF 2026
© WDR 3, Kulturfeature, 22.8.2026
