Frischer als Cage sollten ihre Sachen sein und als die von Stockhausen, den sie mithin wüst attackierten, sowieso. Die Fluxisten,…
Sie sind Fremde in ihrer Heimat – seit Jahrhunderten träumen die Kurden von einem eigenen Staat. Die vielfältige und bunte kurdische Musikszene der Gegenwart ist Ausdruck dieser Sehnsucht.
In der dörflichen Musik der Kurden spielte der Barde eine zentrale Rolle; als Geschichtenerzähler und Sänger trug er die alten Epen und Heldengeschichten vor. Aber zur Tradition gehört auch ein großes Repertoire von Balladen, Liebesliedern und Tanzrhythmen. Viele junge Musiker und Ensembles greifen auf diesen kulturellen Schatz zurück, lassen sich aber zugleich von Weltmusik, europäischer Klassik oder Jazz inspirieren. Die Sängerin Aynur wurde mit ihren Interpretationen kurdischer Lieder berühmt. Das Nishtiman Project tourte weltweit. Kayhan Kalhor, Virtuose auf der iranischen Spießgeige „Kamancheh“, tritt mit dem Kronos Quartet und dem Silk Road Project von YoYo Ma auf.
© WDR 3, Jazz & World, 27.12.2017
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