Bereits zum zweiten Mal hat sich der amerikanische Komponist mit chinesischen und österreichischen Wurzeln mit Stockhausens Vorlage „Plus Minus“ beschäftigt.…
Von Matthias Richard Entreß (DLK). Der Amerikaner Ming Tsao betrachtet das Komponieren fast wie eine spekulative Form der Musikethnologie. Mittel verschiedener technologisch anmutender Verfahren verschränkt er bestehende Musik, z.B. von Bach oder Schönberg, mit bedeutsamen Texten.
In seiner Musik vermeidet der amerikanische Komponist Ming Tsao jegliche persönliche Gestaltungsabsicht. Statt sich in seinen Werken auszusingen, verschränkt er bestehende Musik, z.B. von Bach oder Schönberg, mit bedeutsamen Texten in verschiedenen technologisch anmutenden Verfahren. Beeinflußt u.a. durch die Verfremdungstechniken bei Bertolt Brecht oder den Filmen von Daniele Huillet und Jean-Marie Straub liefert er seine Werke vorbehaltlos der Wahrnehmung seines Publikums aus.
© Deutschlandfunk Kultur, Neue Musik, 8.9.2026


