Von Frank Hertweck. Er war ein Philosoph, Literaturkritiker, ein jüdischer Berliner aus gutem Haus, ein Exilant. Walter Benjamin war ein…
Von Philipp Lemmerich (SWR Kultur, Wissen). Walter Benjamin (1892-1940) sieht in den 1930er-Jahren eine Welt in Trümmern: Weltkrieg, Wirtschaftskrise, Aufstieg des Faschismus. Seine radikale Gesellschaftskritik ist bis heute aktuell.
Am 26. September 1940 stirbt der Philosoph Walter Benjamin an der französisch-spanischen Grenze auf der Flucht vor der Gestapo. Suizid, heißt es seit Jahrzehnten, doch zuletzt werden auch Zweifel an dieser Lesart angemeldet.
Fakt ist jedoch: Benjamin, seit 1933 im Exil, stand vor den Scherben seiner Existenz, finanziell wie intellektuell. Die politische Gesamtlage: ein Inferno. Keine Hoffnung mehr – für Benjamin selbst, für Europa, für das Denken als solches.
Wie spiegeln sich die letzten Jahre Walter Benjamins in seiner Philosophie wider? Und was kann uns sein Scheitern heute noch sagen?
© SWR Kultur, Wissen, 25.9.2025

