"Rubberband" ist da, ein seit 1986 verschollenes Album des großen Jazztrompeters. Warum es ein Erfolg wird. Warum es nichts taugt.…
Liest man in seiner Autobiografie nach, wie verloren und zugleich voller Lebenshunger Miles Davis durch die knallbunten 1980er-Jahre stolperte, muss man sich über keines seiner damals veröffentlichten Alben wundern. Die Zeitspanne vor und nach 1985, sie gleicht in der ohnehin wundersamen Karriere des Klanggenies aus East St. Louis einer Anhäufung von Kriseninterventionen.
Von Ronald Pohl
Der neben Dizzy Gillespie und allenfalls Chet Baker größte Jazztrompeter aller Zeiten hatte Schlaganfälle überstanden. Er widersetzte sich Haarausfall und Bedeutungsschwund. Vor allem aber wollte Miles Davis, das krächzende Genie der Cool-Spielweise, noch lange nicht zum alten Eisen gehören…
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