Seit Bobby McFerrin zu Beginn der 1980er-Jahre in der Musikszene aufgetaucht ist, hat er dem Jazzgesang mit dem enormen Tonumfang…
2001 schrieb der Schlagzeuger Bobby Previte zu einer Bilderserie von Joan Miró einen höchst originell konzipierten Chamber Jazz. Das Album erntete begeisterte Kritiken in der internationalen Presse und gilt bis heute als eines von Prevites Meisterwerken. Mit Karl Lippegaus.
Joan Miró, der sich anfangs primär von Lyrik inspirieren ließ, holte sich später vor allem aus der Musik Bachs und Mozarts Ideen für seine Kreationen und experimentierte mit Zufallsformen, „um eine kompositorische Balance zu erreichen“.
Kreative Transformationen von Bildern in Klänge
1945 wurden Miró’s „Konstellationen“, 23 kleinformatige Gouachen auf Papier, erstmals in New York gezeigt und brachten dem Katalanen den internationalen Durchbruch. Bobby Previte, Jahrgang 1951, nutzte die vielen Parallelen zur improvisierten Musik, um einen exzellenten Pool an Instrumentalisten aus der New Yorker Downtown-Szene zu stimulieren, ihre klangmalerischen Spiele mit dem Zufall „als Antwort“ auf Mirós Miniaturen umzusetzen. © Text: Karl Lippegaus
© Deutschlandfunk, Milestones, 17.3.2023
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