Musiktipps

Der Dokumentarfilm „Einfach machen!“ oder „Mädels sind toll“

Von Dierk Saathoff (JungleWorld). Der Dokumentarfilm „Einfach machen!“ erzählt die Geschichte dreier deutschsprachiger Punkbands, die aus Frauen bestanden. Dabei mystifiziert er weder die Bands als irgendwie „weiblich“, noch wird unterschlagen, wie schwer es für Frauen sein konnte, Musik zu machen.

In den vergangenen Jahren ließ sich ein größeres Interesse an Frauen im Punk beobachten. Angestoßen haben das diese Frauen selbst: Viv Albertine, einst Gitarristin der britischen Slits, veröffentlichte 2014 ihre zwei Jahre später auch auf Deutsch erschienenen Memoiren »A Typical Girl«Carrie Brownstein von Sleater-Kinney legte 2015 mit »Modern Girl« nach, geradezu paradigmatisch las sich im selben Jahr der Titel der Autobiographie von Sonic Youths Kim Gordon, »Girl in a Band«.

Für den deutschsprachigen Raum handelt nun der Dokumentarfilm »Einfach machen! She-Punks von 1977 bis heute« ab, was in den USA und Großbritannien schon länger Thema ist. Er kreist im Wesentlichen um drei (mithilfe von Archivmaterial und für den Film geführten Interviews vorgestellten) Bands, die aber, jenseits davon, dass sie alle aus Frauen bestanden und irgendwie dem Punk zugerechnet werden können, unterschiedlicher kaum hätten sein können.

© JungleWorld, Dschungel, 1.5.2025

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