Zum 53. Mal berauscht das Moers Festival zu Pfingsten mit Musik, die sich zwischen Jazz, Improvisation, Tradition und Avantgarde bewegt,…
Ein Text voller Atmosphäre und dazu noch tolle Fotos! Ein wunderbarer Festivalbericht! Text und Fotos von Stefan Pieper/Kurt Rade.
60 Meter über dem Moers-Festival in der Sponsor-Kran-Gondel: Spielzeughaft breitet sich funktionale Nüchternheit aus. Die schmucklose Festivalhalle, umgeben von anderen Gebäuden. Buden, Menschengewimmel, Fahrzeuge, kleine Konzertbühnen. Im Hintergrund verstreute Campingzelte im weitläufigen Park. Ruhrgebiets-Zechentürme und grüne Landschaft bis zum Horizont. Der von unten heraufwehende elektrische Gitarrensound erinnert an eine verwehte Jimi-Hendrix-Improvisation. So handzahm „erlebt“ man Caspar Brötzmann selten, der tief unten auf einer kleineren Kran-Bühne agiert. Tim Isfort hatte den Sohn des „Festival-Pioniers“ Peter Brötzmann zu Recht gebeten, an diesem Ort sanfter zu spielen. Es muss einen auch etwas auffangen aus dieser luftigen Höhe… © Texte: Stefan Pieper.
© JazzZeitung.de, 16.6.2025
