Jutta Hipp: „Hipp is Cool“
Heute Abend 220.5 Uhr WDR 3 „Jazz & World“
Jutta Hipp: „Hipp is Cool“
Ihre Karriere als Jazzpianistin war nur kurz. Als Jutta Hipp 1946 ihre Heimatstadt verließ, besaß sie bereits ihre Markenzeichen: einen delikaten Anschlag, ein feinsinniges Gespür für melodische Wendungen und harmonische Prozesse.
Ihr Quintett, dem unter anderem die beiden Saxofonisten Emil Mangelsdorff und Joki Freund angehörten, war zwischen 1952 und ’55 Synonym für den„Frankfurt Sound„. Nachdem der Produzent Leonard Feather Hipp entdeckt hatte, siedelte sie in die USA und bekam als erste europäische Jazzmusikerin überhaupt einen Plattenvertrag bei Blue Note Records. Konnte sie in den ersten Jahren in USA noch Erfolge als Jazzpianistin verbuchen, so zog sie sich 1960 völlig zurück und rührte bis zu ihrem Tod 2003 das Klavier nicht mehr an. Kürzlich ist eine Box mit sechs CDs und einer DVD, „Hipp Is Cool – The Life And Art Of Jutta Hipp„, erschienen, die ihre gut zehn Jahre dauernde Laufbahn in Deutschland und den USA nachzeichnet.
© WDR 3, Jazz & World, 29.2.2016