Von Gregor Dotzauer. Einsam auf vier Saiten: Henning Sieverts und sein Album „Bassolo“. Der Münchner Jazzbassist Henning Sieverts hat die…
Von Christoph Jacke. Die Post-Punks aus Detroit verwandeln sich. Und behalten doch Kontur. Wir alle tun das. Auch im Anhören dieser wuchtigen Musik. Es schien mir eher unwahrscheinlich, was nunmehr passiert:
Im doch leicht saturierten und gesetzten hohen Pop-Alter haut mich das dritte Protomartyr-Album hintereinander weg aus dem sich drehenden Schreibtischstuhl. Nach „Formal Growth In The Desert“ aus 2023 (schwer liebestrunken)
und davor „Ultimate Success Today“ aus 2020 (schwer pandemieverwirrt) wird es gleichzeitig immer heftiger und sanfter.
Nach Ana di Sliva von den Raincoats haben sie dieses Mal für das Infosheet Iggy Pop von den Stooges für ein paar Zeilen über die Band gewinnen können. Wahrlich keine schlechten Referenzen. Wo stehen, sitzen, liegen oder laufen wir 2026? Zwischen Extremismen, Weltuntergangsstimmungen, dem alltäglichen Krakeelen diverser überreizter und überregter Menschen und manchmal auch Tiere, wobei letztere noch eher Grund dazu haben, kapseln wir uns alle immer mehr in uns selbst ab. Da helfen Noise Cancelling-Kopfhörer gut im Pendelwahnsinn. Und doch sollten wir ja eigentlich in einer rücksichtlosen Welt mehr aufeinander achten.
© kaput-mag.com, 29.9.2026
