Late Junction: Tanya Tagaq’s mixtape
Verity Sharp präsentiert ein Mixtape, das die international bekannte Künstlerin, Avantgarde-Komponistin, Sängerin und Autorin Tanya Tagaq exklusiv für „Late Junction“ zusammengestellt hat.
Tagaq stammt aus dem arktischen Territorium Nunavut und wuchs in Cambridge Bay auf, einer abgelegenen Inselstadt, die über keine Straßenanbindung verfügt. Dort führte ihre Inuk-Mutter sie in eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der örtlichen Gemeinschaft ein: den Kehlkopfgesang. Traditionell nahm diese Musik die Form eines gutmütigen Gesangsduells an, bei dem sich zwei Frauen gegenüberstanden und sich gegenseitig mit tiefen, kehligen Lauten beschallten. Tagaq wandelte diese Gemeinschaftstradition später während ihrer Schulzeit in ein Solo-Gesangsmedium um und nutzt sie seitdem als Vehikel von erschütternder emotionaler Kraft, um persönlichen und politischen Ausdruck zu entfalten.
Ihr Werk ist seit langem eine Kraft, die direkt auf die Schwachstellen von Unterdrückungssystemen zielt und sich für indigene Rechte, Umwelt- und Kolonialgerechtigkeit sowie für Opfer sexuellen Missbrauchs einsetzt. Sie wurde mit zahlreichen Ehrendoktorwürden ausgezeichnet, ist Mitglied des Order of Canada und hat renommierte Preise erhalten, darunter den Polaris Prize und den Juno Award. Sie ist Bestsellerautorin von „It Bears Repeating“ und der mytho-biografischen Erzählung „Split Tooth“, die 2026 in ein Performance-Stück umgewandelt wurde, das „Inuit-Kehlkopf-Sänger, Musiker und Darsteller in einer inszenierten Umgebung zusammenbringt“.
Nach der Veröffentlichung ihres sechsten Soloalbums mit dem Titel „Saputjiji“ stellt Tagaq ein exklusives Mixtape für Late Junction zusammen, einen dreißigminütigen Mix, der sich mit einigen der Klänge und der Musik befasst, die für sie von größter Bedeutung sind.
© BBC Radio, Late Junction, 13.3.2026
Portland Percussion Group – Daniel Webbon: Whatever was lost never thenceforth mattered
PATTERNS & FORM. NEW FOCUS RECORDINGS.
Le Simandou de Beyla – Festival
MUSIC FOR A REVOLUTION VOL.2 – GUINEA’S SYLIPHONE RECORDING LABEL (1968-1980). RADIO MARTIKO.
Tanya Tagaq – Razorblades
SAPUTJIJI.
Terry Riley – Keyboard Study no. 1
Performer: Miroslav Beinhauer.
PIECES FOR BROKEN PIANO. SUB ROSA.
Nichola Scrutton – Scene 3: Midnight Blue
SCENES FROM THE BLUE.
Mark Williamson & Cornholme School – An Ice Fishing Adventure (Children’s Category)
SOUND OF THE YEAR.
Karoline Wallace – Bittelille meg
EON.
livana Misukka & Arja Kastinen – Maanitus Kuokan kanteleela 2.3
LIVANA MISUKKA. DEATH IS NOT THE END..
Kyivite – A bird flew by
BROADCAST 09/01/26.
Merzbow & AngelMaker – mybodyisnotwhole
ANGELMAKER.
Northern Haze – Inuk
INUK.
Yma Sumac – Xtabay
XTABAY.
Sister Rosetta Tharpe – I Want To Live So God Can Use Me
SLEEP ON DARLING MOTHER / I WANT TO LIVE SO GOD CAN USE ME. DECCA.
Perfume Genius – I’m a mother
I’M A MOTHER.
Terry Ujagaq – nuugannuk
INUUGANNUK.
Nina Hagen – Naturtrane
NATURTRANE.
The Sun Ra Arkestra – El is the Sound of Joy
SUPERSONIC JAZZ. ENTERPLANETARY KONCEPTS.
Kronos Quartet – Flugufrelsarinn
FLUGUFRELSARINN.
Mélanie Loisel & Rachel Langlais – A force de fêtes
TERTOUS.
José Martinez – Monologue V: Hidden Story
SHORT STORIES. NEW FOCUS RECORDINGS.
Alphonsus Idigo – Mystic World
FIGHT THE FIRE: DIGITAL REGGAE CONSCIOUS ROOTS & DUB IN NIGERIA 1986-91. SOUNDWAY.
Håvard Skaset & Ståle Liavik Solberg – Lonesome Løten
TRUCK RURÂL.
Enji – Unfolding
UNFOLDING. SQUAMA.
AGF – STOPtheVIOlens
STOP THE VIOLENCE!.
XII Sound – Tube IV
TUBE V.
Éliane Radigue – Kyema
TRILOGIE DE LA MORT. XI RECORDINGS.