Es ist wirklich verrückt, in wie weit wir / ich davon abhängig sind. Das runter laden der "Zeit" und der…
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:03 Uhr Bayern 2 Radiojazznacht
Klassiker, neue Alben und Live-Musik
„Rechnung mit Unbekannten“ Mit Ssirus W. Pakzad
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik
„Output als Input“ Das Prinzip der Iteration in der neuen Musik
Von Hubert Steins (Wdh. v. 03.11.2026)
In der Performance „I am sitting in a room“ bediente sich Alvin Lucier 1969 der Iteration; ein Verfahren, das seitdem in verschiedenen Spielweisen immer wieder in der Musik auftaucht.
03:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Tonart Urban
Moderation: Carsten Rochow
Erstaunlich, was der Herbst alles noch in mein Postfach geweht hat! Fast ausschließlich neue Musik aus dem Oktober und November gibt es diesmal bei Tonart Urban – Musik mit Synthesizern. Unter anderem von Chloé Thévenin, die zwischen hypnotischer Clubmusik und experimentellem Pop unterwegs ist. Von World Brain mit wunderbar verschrobenem elektronischem Pop und von der Kamerun Qrella Group, in der Masha Qrella und Schorsch Kamerun musikalisch und politisch gemeinsame Sache machen. Außerdem dabei: psychedelischer Cosmo-Funk von Takeshi’s Cashew, experimenteller Hip-Hop von Shabazz Palaces und elektronisch durchsetzter Shoegaze von Dummy. Besonders überraschend: Tove Styrke. Die Schwedin, bislang vor allem für Synth-Pop bekannt, hat ein erstaunlich experimentelles, atmosphärisches Album aufgenommen. DJ Python verbindet schwebende Ambient-Flächen mit verschleppten Beats und verträumtem Pop. Und Elninodiablo entführt uns mit Field Recordings, analogen Synthesizern und organischen Klängen in weitläufige, fast filmische Klanglandschaften. Zum Abschluss gibt’s wie immer Musik von Willow Skye-Biggs, unserer Künstlerin des Jahres bei der Musik mit Synthesizern im Deutschlandfunk Kultur.
13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne
Musik und Fragen zur Person: Die Antirassismus-Expertin Tupoka Ogette im Gespräch mit Anna Seibt
In der DDR galt sie als fremd, im wiedervereinigten Deutschland zudem als Ossi. Ihre Diskriminierungserfahrungen als Schwarze Frau teilt sie in Büchern, Workshops und Podcasts. Sie möchte die weiße Mehrheitsgesellschaft ermutigen, sich zu engagieren.
15:00 Uhr radio 3 Die Hörbiografie
Peter Tschaikowsky: Der Wille zum Glück – Die eigenen vier Wände (1882-1886)
Eine Hörbiografie von Jörg Handstein (7/9)
15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature
Postbote zwischen den Welten – Komponist Giacinto Scelsi. Von Sabine Fringes
Giacinto Scelsi ist einer der großen Mysteriösen der Musikgeschichte. Seine Werke entstanden während nächtlicher Sitzungen an der Ondiola, einer Frühform des Synthesizers. Sie führen tief ins Zentrum des Klangs.
15:05 Uhr Deutschlandfunk Rock et cetera
„Erfolgreich im Einzelkampf“ Die US-amerikanische Musikerin LP. Von Marcel Anders
Bemerkenswert eigenständig, unbeirrbar – und erfolgreich: Laura Pergolizzi ist ein unbekannter Weltstar.
„You don´t like me? I can´t help you,” typisches Zitat von Laura Pergolizzi. Die 45-jährige Wahlkalifornierin veröffentlicht unter dem unscheinbaren Künstlernamen LP und schreibt Songs für Rihanna, Celin Dion oder die Backstreet Boys und schafft 2016 den Monsterhit „Lost In You“. Gleichzeitig wird die Sängerin und Gitarristin von diversen Major-Labels gefeuert. Nicht, weil ihr Indie-Pop erfolglos wäre, sondern weil homophobe Plattenbosse – sagt sie – keine homosexuelle Künstlerin beschäftigen wollen. Das käme bei den Aktionären schließlich nicht gut an. LP reagiert mit einem gewaltigen Output, der auch seinen Weg in TV, Film und Werbung findet und inzwischen acht Solo-Alben füllt. Das neueste heißt „Room 12“, und dazu gewährt sie eines ihrer seltenen Interviews.
15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel
„Nie wieder gut“ von Dana von Suffrin
Komposition: Enik (Dominik Schäfer)
Regie: Christiane Huber BR 2025
Im Anschluss: „Bugs & Beats & Beasts“ Von Ammer & Console
Regie: Andreas Ammer/Console BR 1999
16:00 Uhr radio 3 Hörspiel
Das Knurren der Fische – Wer war Monika Ertl? (1/2)
Nazi-Jägerin, Rächerin Che Guevaras, Freiheitskämpferin? Sie wächst als Tochter von Hans Ertl, Leni Riefenstahls Kameramann, zwischen deutschen Kriegsverbrechern in Bolivien auf, doch kämpft für die soziale Revolution.
17:00 Uhr HR 2 Menschen und ihre Musik
„Viele verbinden Czerny-Etüden mit einer Strafe, aber das ist großartige Musik.“ – Der Pianist Justus Eichhorn
Justus Eichhorn ist ein echter Shooting-Star am Klavier. Mit gerade einmal 16 Jahren hat der Pianist sein Debütalbum bei der Deutschen Grammophon veröffentlicht und ist damit prompt auf Platz 1 der deutschen Klassik Charts gelandet. So jung ist das bisher niemandem gelungen. Auch in den Sozialen Medien begeistert der junge Virtuose über 300.000 Follower und nimmt die Menschen mit in seinen Übe-Alltag und auf die Bühnen dieser Welt.
18:00 Uhr NDRKultur Feature
Werner Herzog – zu groß für Deutschland? (5/6) Bonnie & Clyde
Deep Dive in Herzogs Origin-Story: Herzog wächst in Armut auf, wird beinahe zum Profi-Skispringer, stiehlt seine erste Kamera. In den 60ern lernt er auf einem Dampfer seine spätere Frau Martje kennen. Die beiden reisen zusammen durch Amerika, schmuggeln Elektrogeräte und Waffen über die Grenze nach Mexiko. Werner Herzog arbeitet dort sogar eine Zeit als Rodeo-Clown.
18:00 HR 2 ARD-Radiofeature
„Hinter der Magenta-Fassade“ Die Telekom zwischen Rekordgewinn, Stellenabbau und Erschöpfung
Weit über 100.000 Arbeitsplätze hat die Telekom nach der Privatisierung 1995 allein in Deutschland abgebaut. Von damals 230.000 Beschäftigten sind aktuell noch rund 71.000 übrig. Eine erfolgreiche Transformation: Aus der Deutschen Telekom ist ein Weltkonzern geworden.
18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel
„Die Ballade von Narayama“ Ein Musical-Melodram
Nach der gleichnamigen Erzählung von Shichiro Fukazawa
In der Übersetzung von Klaudia Rheinhold
Gesang und Gesangskomposition: Muttis Kinder
Hörspielbearbeitung und Regie: Kai Grehn
(Produktion: SWR 2024)
18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel
Die Midlife-Crisis ist nicht nur für Männer da. Von Olga Grjasnowa
Regie: Anouschka Trocker
Komposition: Valentin Butt
Ton: Jean Szymczak
Regieassistenz: Felix Lehmann
Dramaturgie: Christine Grimm
Deutschlandfunk Kultur 2022
Eine will ein Kind, eine lässt sich scheiden, eine kämpft gegen eine Krankheit und eine macht Karriere. Die 40-jährige Alma führt eigentlich ein gutes Leben, möchte aber ausbrechen. Ein Familientreffen nimmt eine unerwartete Wendung.
Anschließend: „Bis auf die Milch“ Essay von Lene Albrecht
Deutschlandfunk 2022
19:00 Uhr HR 2 hr-Bigband
Jim McNeely – „Expeditions“
hr-Bigband, cond. by Jim McNeely, Sendesaal des Hessischen Rundfunks in Frankfurt, Juni 2024
20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert
„Musikfest Bremen“ Obere Rathaushalle, Bremen „Die letzten Tage der Menschlichkeit?“
Auszüge aus der Tragödie „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus
Lieder von Hanns Eisler, Gustav Mahler, Dmitrij Schostakowitsch und Pete Seeger
Nicholas Ofczarek, Sprecher
Georg Nigl, Bariton
Vladimir Jurowski, Klavier
Aufzeichnung vom 23.08.2026
Einem „Marstheater“ dachte Karl Kraus sein literarisches Meister- und Monsterwerk über den Ersten Weltkrieg zu. Vladimir Jurowski, Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin und Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper reichert Auszüge des Textes um (Anti-) Kriegslieder an und bringt sie mit seinen Mitstreitern in ebenso kompakter wie beklemmender Form auf die Bühne.
20:00 Uhr HR 2 Konzertsaal
Das Ensemble Modern in der Alten Oper Frankfurt
Ensemble Modern
Leitung: Ustina Dubitsky
Pavel Šabacký: Awakening, 2025 (Deutsche Erstaufführung)
Michaela Antalová: Unravel, 2026 (Deutsche Erstaufführung)
Marek Kopelent: Pocta Vladimíru Holanovi, 1965 (Deutsche Erstaufführung)
Barbora Tomášková: Pulsum Noctis, 2025 (Deutsche Erstaufführung)
Slavomír Hořínka: Zrno, plevy a oheň (Grain, Chaff and Fire), 2025 (Deutsche Erstaufführung))
(Aufnahme vom 10. Oktober 2026 aus dem Mozart Saal)
Für das Ensemble aus Frankfurt eine willkommene Gelegenheit, intensiv in die tschechische und slowakische Musikszene einzutauchen: eine spannende, vor musikalischer Fantasie und Kreativität überschäumende Gemeinschaft junger Talente. Werke von ihnen bringt das „Ensemble Modern“ unter Leitung der ukrainischen Dirigentin Ustina Dubitsky zu seinem ersten Abonnement-Konzert dieser Saison in die Alte Oper mit. Die Kompositionen von Pavel Šabacký, Barbora Tomášková oder Slavomír Hořínka sind erstmals in Deutschland zu hören. Gemeinsam mit der „Hommage an Vladimír Holan“ von Marek Kopelent – eine wichtige Stimme der tschechischen Nachkriegsavantgarde, die lange Zeit unterdrückt wurde. Das Konzert fand parallel zur Buchmesse statt, die in diesem Jahr Tschechien als Ehrengast begrüßte.
20:00 Uhr radio 3 Konzert Live-Übertragung aus der Philharmonie Berlin
Dalia Stasevska dirigiert das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin
Werke von Anna Thorvaldsdottir, Jean Sibelius, György Ligeti und John Luther Adams – mit Inmo Yang, Violine
Anna Thorvaldsdottir – „Archora“
Jean Sibelius – Violinkonzert d-Moll
György Ligeti – „Athmosphères“
John Luther Adams – „Become Ocean“ für großes Orchester
Inmo Yang, Violine; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Dirigentin: Dalia Stasevska
20:00 Uhr ByteFM Neuland mit Patrick Ziegelmüller
Die Tribute von Bahia
Pra Gira Girar begannen als Tribute-Liveband, um ihre Bewunderung für Os Tincoãs auf die Bühne zu bringen. Os Tincoãs waren eine brasilianische Band aus Bahia, die hauptsächlich in den 1960er- und 1970er-Jahren aktiv war und komplexe Gesangsarrangements mit wundervollen Harmonien kombinierte. Auf „Uma Celebração a Os Tincoãs” haben Pra Gira Girar die Klassiker von Os Tincoãs mit modernen Basslinien, Bläsersätzen und Percussion-Elemente versehen und klingen dabei besser als das Original. Wer weiß, vielleicht veröffentlichen sie ja demnächst eigene Songs.
Django Django sind seit 2009 immer an der Schnittstelle zwischen Indie-Rock und elektronischen Beats unterwegs. Auf „Doveland“ haben sie die elektronischen Elemente über Bord geworfen und sich eher dem Folk-Rock zugewandt. Produziert wurde das Album von Ex-Franz Ferdinand-Mitglied Nick McCarthy. Dessen Schwester Anna McCarthy verbindet auf „Rubbermaidxxx“ experimentellen Pop, Spoken Word, Noise, Tanz und Performancekunst miteinander. Ihr Bruder Nick war natürlich auch mit an Bord.
Außerdem hören wir neue Musik von Sam Burton, Shawn Lee, Sylvie, La Roux, Mittekill, Skepta, Chastity Belt, Boys Noize, Mike Ladd sowie eine ausführliche Vorstellung von „T’som“, unserem Album der Woche von Dexter Story.
20:01 Uhr Ö1 Zeit-Ton
„Soundspacesculpture“ Ein Ausstellungsrundgang mit Bernhard Leitner
Bereits in den 1960er Jahren verfolgte Bernhard Leitner (geboren 1938) den Wunsch Klang als Baumaterial für neue Räume einzusetzen. Raum ist für den Künstler nicht lediglich eine leere Hülle für diverse Gegenstände oder ein abstrakter Platz für Bewegungen. Raum ist für Leitner viel mehr ein pulsierendes Erfahrungsfeld, geschaffen durch die Bewegung von Tönen und modifiziert durch die Bewegung der Menschen, die den Raum durchwandern. Selbst erleben kann man dies derzeit in der Wiener Secession, die dem Architekten und Klangkunst-Pionier eine Ausstellung gewidmet hat. Bernhard Leitners Werk lässt uns Klang neu verstehen, so ein begleitender Text, „als mehr als nur akustisches Phänomen, als etwas, das sich räumlich, physisch und architektonisch entwickelt.“ Unter Verwendung von skulpturalen Formen, Lautsprecherkonstellationen und architektonischen Strukturen würde Leitner die klangliche Bewegung selbst zum Material der Komposition. „Wellen, die den Körper durchdringen, gegen ihn anbranden oder ihn umkreisen.“ Die Ausstellung „Soundspacesculpture“ ist auch ein Programmpunkt im Rahmen des soeben stattfindenden Festivals Wien Modern, in dessen Rahmen am 19. November ein Gespräch zwischen Bernhard Leitner und dem Kunsthistoriker Stefan Kraus statt.
20:03 Uhr Bayern 2 ARD Radiofeature
Hinter der Magenta-Fassade
Die Telekom zwischen Rekordgewinn, Stellenabbau und Erschöpfung
Von Charly Kowalczyk SWR 2026
Weit über 100.000 Arbeitsplätze hat die Telekom nach der Privatisierung 1995 allein in Deutschland abgebaut. Von damals 230.000 Beschäftigten sind aktuell noch rund 71.000 übrig geblieben. Eine erfolgreiche Transformation: aus der Deutschen Telekom ist ein Weltkonzern geworden. Umsätze und Gewinne steigen, seitdem das Unternehmen seine Geschäfte verstärkt im Ausland betreibt. Das hat Folgen für die Beschäftigten in Deutschland. Einerseits versucht der Konzern hierzulande weitere Mitarbeiterinnen zum Ausstieg aus der Telekom zu motivieren, andererseits leiden viele der verbliebenen Beschäftigten an Überforderung und Burn-outs. Die Telekom verlagert Arbeitsplätze in großem Stil ins europäische Ausland – und immer häufiger auch nach Indien. Doch auch dort können sich die Beschäftigten nicht darauf verlassen, dass ihre Arbeitsplätze sicher sind. Entscheidend für die Konzernspitze ist stets die Kostenfrage. Wenn ein Tochterunternehmen des Konzerns qualifizierte Mitarbeiterinnen zu günstigeren Gehältern anbietet, wird Beschäftigung in der Regel dorthin verlagert. Seit über 15 Jahren recherchiert der Autor zur Telekom und konnte sich dadurch Kontakte aufbauen und eine Innenansicht auf Deutschlands Rekordkonzern verschaffen. Für das aktuelle Radiofeature hat er mit Mitarbeiter*innen der Telekom, anonymen Quellen, ehemaligen Beschäftigten und Whistleblowern gesprochen.
20:03 Uhr WDR 3 Konzert
Highlights der Leverkusener Jazztage 2026
In der ersten Woche des Leverkusener Jazztage treten Stars wie Al di Meola mit seinem Trio und der israelische Kontrabassist Avishai Cohen auf. Die WDR Big Band präsentiert mit dem renommierten US-amerikanischen Gitarristen Mark Lettieri das Programm „The Rhythm Side of Things“. In WDR 3 Konzert fasst Thomas Mau die erste Woche zu einem Best-of der Leverkusener Jazztage zusammen.
20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature
„doku drops 17+18“ Zusammenstellung: Judith Geffert und Ingo Kottkamp
doku drops 17: places
Zusammenstellung: Judith Geffert und Ingo Kottkamp
Am Mikrofon: Judith Geffert
Ton: Azadê Peşmen (Mesopotamian Garden), Ingo Kottkamp (Beyond The Yellow Haze), Judith Geffert (gesamte Folge)
Deutschlandfunk 2026
20:58 Uhr Ö1 Zeit-Ton
Francesca Verunelli bei den Salzburger Festspielen
Magnetisierende Klanggewebe der feinsten Übergänge in „La nuda voce“
In zwei Konzerten wurde eine Musiksprache vorgestellt, die mit feinsten Klang- und Intonationsabstufungen arbeitet. Im Mittelpunkt stand dabei die menschliche Stimme. „Es gibt keinen ursprünglicheren Klang als den der Stimme“, zitiert „Die Presse“ die Komponistin. In „La nuda voce“, dem Werk, das wir in dieser Sendung präsentieren, erschafft Verunelli in feinsten Übergängen zwischen Instrumental- und Vokalklängen Momente, in denen die beiden Sphären nicht mehr klar voneinander zu unterscheiden sind. „La nuda voce“ wurde vom Klangforum bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgeführt. Die Salzburger Aufführung unter der Leitung von Emilio Pomàrico und mit den Sängerinnen Johanna Vargas, Sopran sowie Helena Sorokina wurde von der Presse äußerst positiv rezensiert. So schrieb der Kurier: „Das Klanggewebe erfüllt den Saal (…), zieht in seinen Bann, entwickelt einen Sog, der magnetisiert.“ Die Tageszeitung „Die Presse“ hörte „bewegende Musik über den Anfang des Singens“. (Mitschnitt vom 12. August 2026, aufgenommen im Mozarteum Salzburg)
21:05 Uhr Deutschlandfunk Konzertdokument der Woche
Grundton D – Konzert und Denkmalschutz
Johann Sebastian Bach:
Partita Nr. 3 E-Dur, BWV 1006
Partita Nr. 2 d-Moll, BWV 1004
Giuseppe Tartini – Sonate g-Moll „Teufelstriller-Sonate“
(Bearbeitung für Solovioline von Chouchane Siranossian)
Eugène Ysaÿe – Sonate für Violine a-Moll op. 27 Nr. 2
Chouchane Siranossian, Violine
Aufnahme vom 11.10.2026 aus der Klosterschule Roßleben / Thüringen
Am Mikrofon: Jochen Hubmacher
Mühelos und stilsicher bewegt sich Geigerin Chouchane Siranossian von der Barockmusik bis hin zu zeitgenössischen Werken.
Normalerweise ist Chouchane Siranossian auf den großen Konzertbühnen der Welt zwischen Montreal, Baden-Baden und Warschau anzutreffen. Bei ihrem Auftritt im Rahmen der Benefizkonzertreihe „Grundton D“ von Deutschlandfunk und Deutscher Stiftung Denkmalschutz war sie in der Klosterschule in Roßleben, im intimen Ambiente der Klosterkirche zu erleben. So nah kommt man einem Klassik-Star selten. Für ihre CD-Einspielungen wurde sie mehrfach mit Preisen wie dem International Classical Music Award und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Beim Grundton D-Konzert in Roßleben spannte sie den dramaturgischen Bogen von Johann Sebastian Bachs Partita Nr. 3 über Giuseppe Tartinis hochvirtuose „Teufelstriller-Sonate“, die sie selbst für Solovioline bearbeitet hat, bis hinein ins 20. Jahrhundert zu Eugène Ysaÿes Violinsonate Nr. 2 „Obsession“.
22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz
Mana – Die Posaunistin Kalia Vandever. Von Niklas Wandt
Kalia Vandever studierte Jazz an der Juilliard School in New York und wird seit ihrem 2019 erschienenen Debütalbum als eine der großen neuen Stimmen des US-Jazz gehandelt. Ihre Stücke, ob im Quartett oder komplett solistisch mit effektierter Posaune, Klavier und Gesang, durchziehen eine tiefe Melancholie, Zweifel und Zerrissenheit – für Vandever ist Musik auch ein Heilmittel in der Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit, mit Unrecht und Traumata. Auf dem aktuellen Soloalbum „Mana“ beschwört sie die titelgebende Kraft und das Wissen ihrer hawaiianischen Vorfahren.
22:03 Uhr Bayern 2 Eins zu Eins. Der Talk
In memoriam Joseph von Westphalen, Schriftsteller
Joseph von Westphalen galt als einer der scharfzüngigsten und witzigsten Autoren Deutschlands. Harry von Duckwitz war sein alter Ego. Jetzt ist er im Alter von 81 Jahren verstorben. In memoriam wiederholen wir einen Talk aus dem Jahr 2011.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Literatur
„Orgel & Lyrik“ Nadja Küchenmeister und Jack Day
Aufzeichnung vom 01.11.2026, Luisenkirche Berlin
Zwei Künstler, zwei Künste, eine Begegnung.
Lyrik ist die Kunstform der Sprache, die menschliche Stimme ihr Instrument – und als „Königin der Instrumente“ galt Mozart die Orgel. Beide Königsdisziplinen begegnen sich in dem einzigartigen Konzertformat „Orgel & Lyrik“. An jedem ersten Sonntag des Monats treten in der Berliner Luisenkirche namhafte Dichterinnen und Dichter in Dialog mit dem Organisten Jack Day: Gedichte wechseln mit Kompositionen von Bach bis Beat. Und Jack Day improvisiert an der Reil-Orgel zu Poemen des jeweiligen Wortkünstlers.
23:03 Uhr SWR Kultur Essay
Alkohol in Ostdeutschland. Von Pia Stendera
Zwischen Ost und West verläuft noch immer eine sichtbare Grenze – nicht nur wenn es um Einkommen, Eigenheime und Erben geht. In den ostdeutschen Bundesländern gibt es mehr Alkoholabhängige.
Als Enkelin von drei Alkoholkranken aus dem Osten begebe ich mich auf die Suche: Zwischen Schnapsproduktion und Trinkkultur der DDR, der Erzählung von Alkoholismus als kapitalistischem Laster, den Brüchen der Wende und vor dem Hintergrund der eigenen Familiengeschichte, versuche ich das Verhältnis zum Alkohol in Ostdeutschland ergründen.
23:03 Uhr BR Klassik – Musik der Welt
Reise zum Propheten. Ein musikalischer Stimmungsbericht aus Medina. Von Florian Heurich
Um die Prophetenmoschee in Medina, die Masjid an-Nabawi, herrscht rund um die Uhr reges Treiben. Wenn zum Gebet gerufen wird, strömen die Menschen in Massen herbei und versammeln sich unter den gigantischen Sonnenschirmen auf dem Vorplatz, die mittlerweile zum Wahrzeichen Medinas geworden sind.
Neben Mekka ist Medina die zweite heilige Stadt des Islam. Muslime aus der ganzen Welt pilgern oder reisen hierher nach Saudi-Arabien, um das Grab des Propheten Mohammed zu besuchen. Sie kommen aus Fernost, Zentralasien, Schwarzafrika, der Türkei oder der arabischen Welt. Sie haben nicht nur ihren Glauben dabei, der sie trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft vereint, sie haben auch ihre eigenen Gesänge zum Lobpreis des Propheten dabei, die zusammen mit den Rufen des Muezzin und den klassischen Rezitationen eine einzigartige Geräuschkulisse bilden.
Ein musikalischer Stimmungsbericht aus einer modernen Stadt mit Jahrhunderte alten Traditionen.
23:03 Uhr WDR 3 Studio Neue Musik
Maria de Alvears „Baum II“ beim Romanischen Sommer
Bäume, die singen und pulsieren: Maria de Alvear hat in einem mehrteiligen Zyklus über sie nachgedacht. Carlotta Rölleke erläutert die Aktualisierung eines Werks zwischen Komposition und Improvisation.
