„Revolutionär am Vibrafon“ Gary Burton wird 80
Von Götz Steeger. Gary Burton gehört zu den wichtigsten Jazzern des 20. Jahrhunderts. Durch seine Technik mit vier Schlägeln revolutionierte er das Vibrafonspiel – und er veränderte den Jazz. Bei seinem ersten Album war er 17, nun wird der US-Amerikaner 80 Jahre alt.
Mit seiner Begeisterung für das Vibrafon war Gary Burton in Andersen, Indiana, wo er geboren und aufgewachsen ist, isoliert – Fluch und Segen zugleich. Denn einerseits musste er sich das Instrument selbst beibringen – in Ermangelung eines Lehrers. Andererseits gab es keinerlei Konkurrenz.
Bis nach Nashville sprach sich die Nachricht von dem jungen Talent herum, wo Country-Gitarrenstar Hank Garland gerade ein Jazz-Album plante, auf dem unbedingt ein Vibrafon dabei sein sollte – Gary Burtons erste große Chance. Und er nutzte sie. Das Album „Jazz Winds From a New Direction“ schlug ein, und alle wollten wissen, wer denn der junge Mann am Vibrafon sei.
© Deutschlandfunk Kultur, Tonart, 23.1.2023