saltpeanuts – Release Tipp: Judith Berkson – ThreeTheyThy / ECM
Es geht auch anders bei ECM und das diese Aufnahme von 2021 jetzt erst erscheint, ist mehr als überfällig. Peter Margasak und auch Jan Granlie finden es stark. Ich bin überrascht und das gebe ich gern weiter. @radiohoerer
Über das gesamte Album liegt eine melancholische Stimmung. Berkson hat eine Stimme, die gut zu den Kompositionen passt, und ihr Klavierspiel ist durchweg schön. Manchmal ist es sogar brillant, wobei sie ihre große Kreativität zeigt, wie zum Beispiel im dritten Titel „Torque“, wo sie ein äußerst kreatives und spannendes Solo spielt. Und die Arbeit von Dunn und Cleaver ist makellos. Sie hätten vielleicht mehr von ihrer eigenen Persönlichkeit in die Songs einbringen können, auch wenn Cleaver gelegentlich wirklich glänzt, aber eigentlich reicht es völlig aus, wenn Klavier und Gesang im Vordergrund stehen. © Text: Jan Granlie
Hier beschränkt sie sich ausschließlich auf das Klavier in einem mehr oder weniger jazzorientierten Rahmen, doch einige der Stücke schwimmen gegen den Strom. Das Album beginnt mit dem würdevollen „Slow“, einer vollständig notierten, traurigen Ballade mit einer wunderschön melancholischen Melodie ohne Verzierungen, wobei die Rhythmusgruppe sanft die von den Klavierakkorden der Bandleaderin vorgegebenen Formen untermalt, Doch das Album macht einen emotionalen Sprung mit Berksons Adaption des traditionellen kantorialen Liedes „V’shamru“, bei dem sich ihre Stimme und die Band öffnen und eine Art schwebende Kraft erzeugen, die die Darbietung einer Trance näherbringt, verziert durch ein wunderschönes, sehnsüchtiges Klaviersolo und ein Arco-Solo von Dunn, das vor Traurigkeit nur so trieft. – Peter Margasak / Substack
© saltpeanuts.eu, 2.4.2026