Intransparenz galore: Das Geschäftsjahr 2020 läuft für den Streamingdienst Spotify gut. Nur kommt bei vielen Künstler:Innen, deren Songs dort verfügbar…
Gerade hat Spotify seinen Jahresrückblick veröffentlicht. Statt eifrig die eigenen Top Ten zu teilen, sollten Fans lieber über den Wechsel zu einem anderen Anbieter nachdenken. Von Nadine Lange.
Streaming-Marktführer Spotify hat diese Charts gerade in seinem jährlichen „Wrapped“-Rückblick veröffentlicht – und gleichzeitig seinen Nutzer*innen ihre persönliche Statistik zugeschickt, die von vielen eifrig auf den Social-Media-Kanälen geteilt wird. Sie machen damit Gratis-Werbung für einen Dienst, der die Mehrzahl der Musiker*innen notorisch schlecht vergütet und vor allem Geld in die Taschen von Topstars spült.
Und für alle, denen etwas daran liegt, Musiker*innen abseits der Bad-Bunny-Swift-Drake-Liga zu unterstützen, gibt es neben CDs und Platten häufig auch ! Bandcamp-Seiten (Bandcamp Friday) !, auf denen Alben quasi direkt von den Erzeuger*innen erworben werden können. Damit kann man dann auch gern auf Social Media angeben.
Der Tagesspiegel, Kultur, 2.12.2022