Jean Claude Kuner schaut zurück auf sein Leben als Radioautor. Auf Kisten voller Bänder und Festplatten. Eingefroren darauf Erinnerungen, Klänge…
Ein Kulturfeature von Frank Halbach (WDR 3). Auf dem grünen Hügel wird seit 150 Jahren Musikgeschichte geschrieben – und gestritten. Bayreuth ist Mythos, Machtzentrum und Krisenherd zugleich. Zwischen Wagner-Erbe und Gegenwart ringt das Festival um seine Zukunft.
Richard Wagner schuf im oberfränkischen Bayreuth seine eigene Bühne – eine „Scheune“ für Götter, Drachen und Weltenbrand. Seit 1876 bestimmen die Wagners die Festspiele, doch ihre Geschichte verläuft alles andere als gradlinig: frühe Misserfolge, ideologische Vereinnahmung im Nationalsozialismus, schließlich der künstlerische Aufbruch des „Neu-Bayreuth“. Heute steht das Festival erneut unter Druck: Finanzielle Engpässe, ästhetische Konflikte und strukturelle Fragen fordern das Haus heraus. Zwischen Traditionspflege und radikaler Erneuerung entscheidet sich, wohin Bayreuth steuert.
Zum Raum wird hier die Zeit – 150 Jahre Bayreuther Festspiele
Von Frank Halbach
Redaktion im WDR: Annette Blaschke
Produktion: BR 2026
© WDR 3, Kulturfeature, 25.7.2026
