100. Geburtstag Jack Kerouac: Gammler, Zen und hohe Berge. Eine Lesung in 17 Teilen.
Er reist mit anderen Gammlern durch Kalifornien, feiert Künstlerpartys in San Francisco und landet in der Einsamkeit des Desolation Peak an der Grenze zu Kanada, ganz so wie ein zen-buddhistischer Mönch aus dem alten China: der Erzähler von Jack Kerouacs Roman Ray Smith, ein Alter Ego des jungen Autors. Sein Stil beeinflusste ganze Generationen von Schriftstellern. Eine Lesung zum 100. Geburtstag des amerikanischen Beatniks.
1958 erschien Jack Kerouacs Roman „The Dharma Bums“, heute würde man sagen: der Hobo oder Nomade, der Buddhas Lehren folgt. Ein solcher ist der Erzähler des Romans, Ray Smith, von Anfang an. Doch ist ihm das selbst noch nicht bewusst, als er eines Tages mit dem Zug von Los Angeles nach San Francisco aufbricht. Peter Lieck hat das Kultbuch 1973 lässig gelesen.
© HR 2, Podcast, 17.2.2022
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WoHoW…trotz des starken Regens und tobenden Stürmen zeichnet sich mein Wochenende in buntern Farben. Mit grosser Vorfreude, danke für diesen Post.
Mit besten Grüssen R.
Dafür mache ich das gern!
😉
an der stelle auch der hinweis auf william s. burroughs „the cat inside“ und robert a wilson ‚operation mindfuck‘, das ist zwar nicht mehr beat(en) generation aber die logische fortführung.
interesse halber: waren denn die beatniks oder die psychodeliker von der westcoast wie leary oder r.a. wilson in der DDR oder entsprechenden szenen thema? für den deadhead beeinflusstenhinterwald waren die ja quasi pflichtlektüre, die sachen waren ja auch einfach zugänglich für die hippie-szene (für beatniks waren wir zu alt, aber wir verstanden burroughs, den es damals im 2001-verlag in einem schönen sammelband gab, oder kerouac zb. als kulturelle „stammväter“).
die schnittstelle zwischen jazz und den beatniks ist ja offensichtlich, deshalb meine frage, ob das für euch damals schon ne rolle spielte. eine der ersten sachen, die ich ’90 lernte war btw. daß es in der DDR die letzten „echten hippies“ gab 😉
Die letzten echten Hippies in der DDR 😉 klingt toll. „On the Road“ habe ich gelesen, wie viele andere auch. Lange Haare hatte ich auch mal.
Und ja, auf den Festivals, die ich besuchte, waren wir viele Hippies. Gerade in Peitz zum Open Air Jazz. War’ne schöne Zeit.
Burroughs war auch viel „in den Händen“ unterwegs.
ich erinnere ja immer in diskussionen daran, daß es nicht „das“ volk war, daß die SED gestürzt hat, sondern die langhaarigen, die gammler und hippies, die sich auf die straße trauten, als andere, die nachher so taten, als seien sie die helden der revolution gewesen – aber in wirklichkeit nur endlich an die bananen ran wollten und lieber hinter den vorhängen zuguckten, bis die luft rein war und sie sich endlich gefahrlos trauen konnten – es sind immeer „die anderen“, die outsider, die irren, die die dinge vorantreiben, weil sie sich etwas vorstellen können.
das wird immer gerne übersehen, wenn die vorher noch „spinnerten“ ideen mainstream sind. wir waren ja auch nicht „der normalfall“, der hing in kneipen und discos rum, während wir uns zum kiffen im wald zusammen rotteten … aber wir waren es, die dann das festival schufen, das eigentlich längst in die 40. ausgabe gegangen wäre, wären uns da nicht die eichenprozessionsspinner und zwei jahre pandämie dazwischen gekommen.
zur zehnten kam eine kleine broschüre raus, in der gewisse verdienste erwähnung finden, hihi. basierend btw. auf einem langen gespräch, das allerdings in tiefsten köllerbacher platt stattfindet 😉
those were the days …
welch Perle
Herr Lieck könnte gleich mit Big Sur weitermachen..
ich könnte dir immerhin unterwegs anbieten 😉
Danke für das Angebot
Big Sur fängt grob da an wo The Dharma Bums aufhört, und Kurt Lieck ist ein Volltreffer für Kerouacs Spätwerk
Hell auf begeistert von diesem edlen Diamanten. Mega gut gemacht. Zum immer, immer wieder hinhören. Danke!