Radiotipps für den 28.10.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.

00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Chormusik

„RheinVokal“ St. Kastor, Koblenz
Benjamin Britten – A.M.D.G.
Kurt Weill – Das Berliner Requiem
Mike Svoboda – Moon Child
SWR Vokalensemble; Ensemble Ascolta
Leitung: Benjamin Goodson
Aufzeichnung vom 28.07.2026


01:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Tonart

Open Space. Mit Martin Risel
„Only love can conquer hate“ – lange Nacht mit einer Lichtgestalt: RYUICHI SAKAMOTO
Mit der Ausstellung „Seeing Sound, Hearing Time“ werden in Berlin gerade erstmals in Europa Kunstwerke des japanischen Ausnahme-Musikers und Komponisten gezeigt. Martin Risel nimmt diese außergewöhnliche Schau mit ihren eindrücklichen Klanginstallationen zum Anlass, das umfangreiche musikalische Werk von Ryuichi Sakamoto in seinen vielen Facetten zum Klingen zu bringen. Die vier Stunden lange Nachtsendung ist dazu in vier Kapitel unterteilt:

OUVERTÜRE
Die Einführung in sein Werk erfolgt vom Pophit ‚Risky‘ mit Iggy Pop über die wohl prominenteste Komposition ‚Merry Christmas, Mr. Lawrence“ – und von der ganz aktuellen Veröffentlichung „Conversations“ zu Sakamotos Anfängen als Technopionier und mit dem Yellow Magic Orchestra.

REQUIEM
Ähnlich wie David Bowie hat Ryuichi Sakamoto seinen Tod lange vorausgeahnt und musikalisch bebildert. Von frühen Andeutungen bis zu späten Aufnahmen mit letzter Lebenskraft gibt es berührende musikalische Zeugnisse. Vor allem die Alben „Async“, „Opus“ und „12“ mit ihren Solo Klavierstücken und Drones klingen nach Zwischenwelten zwischen Schmerz und Schönheit, zwischen Leben und Tod.

SOUND AND VISION
Unter Sakamotos vielen Filmmusiken kamen vor allem die zu „Der letzte Kaiser“ und „The Revenant“ zu Weltruhm. In dieser Stunde hören Sie seine Klänge zu Bildern – aus einigen Filmen und zu den Klanginstallationen aus der aktuellen Ausstellung in Berlin. Orchestrale Werke stehen neben elektronischen Klanglandschaften – auch von seinen langjährigen Mitmusikern Alva Noto und Fennesz.

WORLD CITIZEN POP
Ausgehend von dem gleichnamigen Hit mit David Sylvian führt diese Stunde durch die popmusikalischen Klangfarben des Weltenbürgers Ryuichi Sakamoto. Japanische Nuancen stehen neben brasilianischen, Tango neben HipHop, Rockgitarre neben Jazzklavier.


17:00 Uhr ByteFM Golden Glades mit Sandra Zettpunkt

Symphonien für die Hosentasche
So mancher Popsong ist zwar nur drei Minuten lang, aber es steckt erstaunlich viel drin: raffinierte Arrangements, verschachtelte Strukturen und liebevoll ausgetüftelte Details. Derek Taylor prägte 1966 den Begriff „Pocket Symphonies“, als er den ambitionierten Pop der Beach Boys anpries. Wir hören Songs, die dieses Prinzip auf ihre ganz eigene Weise weiterdenken. Mit dabei: koleżanka, Stephen Steinbrink und Duncan Browne.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar

Danger Dan & mehr Musik grenzenlos
Danger Dan polarisiert. Er legt den Zeigefinger in Wunden, auch in seine eigenen, und benennt schonungslos, was uns gerade aus dem Blickfeld gerät. Danger Dan, wie sich Daniel Pongratz nennt, stellt unbequeme Fragen, setzt Ausrufezeichen und bringt die Dinge in seinen Liedern auf den Punkt.


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

“Du kannst Dich aus jeder Zwangslage befreien” The making of Harry Houdini. Von Dagmar Just
Vor Houdini gab es das Wort Entfesselungskünstler nicht. Und seit Houdini gelten alle, die es versuchen zu sein, als Houdini-Imitatoren.
Wie wird ein jüdisches Immigrantenkind aus ärmsten Verhältnissen um 1900 ohne Netzwerk und soziales Hinterland zum „Entfesselungskönig“ in einer entfesselten Welt. Harry Houdini war einer der ersten und jüngsten internationalen Showstars, aus den USA.
Er schluckte Nadeln und würgte sie wieder hervor. Er sprang gefesselt in Flüsse oder befreite sich aus Zwangsjacken. Ein Flirt mit dem Tod, Nervenkitzel und dann ein Happyend. Seine immer spektakuläreren „Stunts“ begeisterten die Massen in New York, Paris und Berlin – zeigte Houdini doch, dass man sich mit Geschick und Disziplin aus jeder Zwangslage befreien kann.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„Kronberg Festival“ Casals Forum „Für Casals + Zeitsprung“
Aufzeichnungen vom 25.und 26.09.2026


22:00 Uhr ByteFM Hidden Tracks mit Kai Bempreiksz

Big Crown Records (10 Jahre)
Vor gut zehn Jahren gründeten Danny Akalepse und Leon Michels (El Michels Affair) in Brooklyn das Label Big Crown Records. Da es das Label immer noch gibt, kann die Arbeit der beiden nicht so schlecht sein. In dieser Woche erscheint außerdem die 25-Track-Labelkompilation „Ten Years Of Big Crown Records“ zu diesem Anlass. In dieser Sendung ein persönliches Hidden-Tracks-Mixtape über dieses Label. Dazu noch ein Sidestep mit Micha Phonem und seiner Plattenpolytour.


22:03 Uhr ARD Jazz

Das Magazin. Von Mauretta Heinzelmann


22:05 Uhr Deutschlandfunk Spielweisen

Auswärtsspiel – Konzerte aus Europa
Samuel Barber – Agnus dei
Frank Martin – Messe für zwei vierstimmige Chöre a cappella
William Byrd – Ave verum corpus
Tenebrae Choir – Leitung: Nigel Short
Aufnahme vom 1.3.2026 aus der Abtei Fischingen, Schweiz
Am Mikrofon: Oliver Cech
„Precision and passion“ prangt als Slogan auf den Alben, den Notenmappen und der Website von Tenebrae.
Bei den BBC Proms, in der Wigmore Hall, in der Elbphilharmonie Hamburg und auf fernen Kontinenten wie Australien hat der Kammerchor aus London bereits gesungen. Anfang März gab es ein Gastspiel in der Klosterkirche der Schweizer Abtei Fischingen. Im Mittelpunkt: Frank Martins Messe für zwei vierstimmige Chöre a cappella, ein ergreifendes Zeugnis der großen Vokaltradition der Schweiz. Geschrieben in den 1920er Jahren; über Jahrzehnte ungehört in einer Schublade des Komponisten verschwunden: „Damals war diese Messe für mich nur eine Angelegenheit zwischen Gott und mir“, erinnerte sich Frank Martin fast ein halbes Jahrhundert später bei der Uraufführung. So klingt die Musik auch – voller Geheimnis, nicht ganz von dieser Welt.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

„Wir sind das Volk (4/4)“ Nach dem Theaterstück am Deutschen Nationaltheater Weimar
Von Eva Bormann und Luise Voigt

Regie: Luise Voigt
Komposition: Frederik Werth
Ton: Jean Szymczak
Regieassistenz: Assunta Allegiani Deutschlandfunk 2026
Sie alle haben ihre eigenen Geschichten, Verletzungen, Fragen und Antworten. „Wir sind das Volk“ lässt 50 Stimmen zu Wort kommen und macht sich auf die Suche danach, warum wir oft gespalten und manchmal einig sind.


23:03 Uhr WDR 3 Open

Kuula Hetke, Duo Ruut: Estnische Duos. Mit Babette Michel
Zwei junge Duos aus Estland: DUO RUUT und Kuula Hetke. Sie verbinden Flöten, Zithern und estnische Roots-Musik mit moderner, experimenteller Klangkunst. Babette Michel hat sie getroffen.


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