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Bernard Benoliels Klaviersonaten

Von Yvonne Petitpierre (DLF). Gefallen an Beethoven stellte Weichen zum Berufsfeld Musik. Eigenes Komponieren prägte ein Privatstudium bei Stefan Wolpe.

In der Musikgeschichtsschreibung finden sich heute nahezu keine Hinweise auf Bernard Benoliel (1943-2017). In Detroit geboren, machte er sich vor allem als langjähriger Sekretär von Ralph Vaughan Williams Trust einen Namen. Als Bibliothekar und Musikwissenschaftler wirkte Benoliel in England und den Niederlanden. Seine kompositorische Hinterlassenschaft beschränkt sich auf fünfzehn Werke in meist ungewöhnlichen Besetzungen, die emotional aufgeladene, an Spätromantik gemahnende Klangwelten realisieren. Zu dem kleinen Oeuvre zählen auch drei unterschiedlich konzipierte Klaviersonaten mit außermusikalischen Bezügen, die zwischen 1977 und 2004 entstanden. Der niederländische Pianist Ralph van Raat hat sie im vergangenen Jahr im Deutschlandfunk-Kammermusiksaal in Co-Produktion mit dem Label „encora“ für ein Album eingespielt.

Bernard Benoliels Klaviersonaten
Sonate Nr. 1 nach Thomas Manns „Doktor Faustus“
Klaviersonate Nr. 2 nach Théodore Géricaults „Fragments anatomiques“
Klaviersonate Nr. 3 „Donnernder perfekter Verstand“
Ralph van Raat, Klavier

Aufnahmen vom Juni 2025 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal

© Deutschlandfunk, Musik-Panorama, 16.3.2026

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