Vor fünfzig Jahren, 1972, steckte der in Köln lebende Komponist Mauricio Kagel mitten in der Arbeit an einem Orchesterstück, das…
Von Monika Kursawe. Magdalena ist Mitte 30 und Mutter dreier Kinder, als sie an der Einsicht nicht mehr vorbeikommt, dass es Frauen sind, die sie begehrt – und keine Männer.
Allerdings: Seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr ist sie Mitglied einer christlich-evangelikalen Freikirche. Ihr gesamtes soziales Leben hat in dieser strengen, sektenartigen Vereinigung stattgefunden. Homosexualität ist in deren Sicht eine schwere „Sünde“, eine Krankheit und noch dazu gefährlich: Wer sich solch unkeuschem Begehren öffnet, wird zum Spielball des Bösen.
Eine Geschichte über Glaube, Freiheit und Angst. Und die Absurdität der Sünde.
© SWR 2, Feature, 19.2.2023
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