Der amerikanische Komponist George E. Lewis pflegt eine lange Beziehung zu Berlin. Im Interview spricht er über die Afro-Diaspora und…
Spontanes Musizieren in variabler Besetzung statt minutiös notierte Partituren: Der Amerikaner George Lewis gibt Spielregeln für eine intensive Gruppenimprovisation vor, und auch die Neuseeländerin Annea Lockwood arbeitet mit offenen Spielanweisungen.
«Water and Memory» entwickelt sich aus einem mehrstimmigen Summen, lässt die im Raum verteilten Mitwirkenden mit persönlichen Erinnerungen zu Wort kommen – und bezieht am Ende auch das Publikum mit ein. Die Australierin Liza Lim wiederum reflektiert die ökologische Katastrophe unserer Zeit: Wie in den gigantischen Müllstrudeln der Weltmeere wirbeln in Extinction Events and Dawn Chorus verschiedenste untergegangene Materialien umeinander, vom Paarungsruf des ausgestorbenen Schuppenkehlmohos bis zu Anspielungen auf vergangene Werke und Epochen.
Annea Lockwood: Water and Memory
George Lewis: Artificial Life 2007
Liza Lim: Extinction Events and Dawn Chorus
Ensemble des LFCO
Mariano Chiaccharini, Leitung
Konzert vom 20. November 2021, KKL Luzern (Lucerne Forward Festival)
