Phill Niblock hat wie kaum ein anderer der vergangenen 50 Jahre Drone-Musik geprägt: in seiner Klangkunst verbinden sich lose Enden…
„Looking for Daniel“ besteht aus nur zwei Kompositionen. Und ist eine würdige Klammer im Werk des Allroundkünstlers Phill Niblock. Von Yelizaveta Landenberger.
Eine Traumszene aus übereinandergelegten Klängen. Es ertönen durch ihre Konstanz fast schon beunruhigende Geigenphrasen mit fluktuierenden Obertönen als Basis, im Hintergrund sind Schichten einer sanften Frauenstimme zu hören. Sie singt wortlos, was beruhigende Wirkung hat, als Ausgleich zum instrumentalen Part. Erstaunlich ist dabei, dass diese dichte, vielschichtige Struktur über mehr als 21 Minuten die Spannung hält.
© TAZ, Kultur, 8.5.2024
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