Portrait: Der Saxofonist Daniel Erdmann
Von Hans-Jürgen Schaal (NDRKultur). Daniel Erdmanns Expressivität auf dem Tenorsaxofon hat etwas ganz Eigenes. Sein Spiel klingt oft samtweich – doch es sind Brüche darin, verhuschte Freiheiten, gehauchte Avantgardismen. „Das Samtene ist gleichzeitig die Revolution“, sagt Erdmann.
Nicht umsonst nennt er eine seiner zahlreichen Bands „Velvet Revolution“. Die rare Besetzung dieses Trios – Saxofon, Violine, Vibrafon – ist bezeichnend für Erdmann: Er will vom „erlernten Klangbild wegkommen“. Als Klangforscher fühlte er sich in Berlin viele Jahre lang ganz an seinem Platz. Noch immer ist er mit der Berliner Szene bestens vernetzt.
© NDRKultur, Jazz, 26.3.2026
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