Jack DeJohnette, ECM und Manfred Eicher
Mit dem Newsletter von ECM kam auch die Information zu einem Text über Jack DeJohnette, seine Arbeit und Musik bei ECM. Diese Zusammenarbeit war äußerst fruchtbar. Der Text ist auf der Webseite von ECM erschienen.
Jack DeJohnette, vielseitiger Meistermusiker, improvisatorisches Schlagzeuggenie und wichtiger Wegbereiter der Jazz-Entwicklung bei ECM, ist im Alter von 83 Jahren verstorben.Sein erster von vielen Auftritten bei dem Label war 1971 auf der Aufnahme „Ruta and Daitya“, einer Reihe von Duetten mit Keith Jarrett. Sein vorerst letzter Auftritt war als Mitglied des Quartetts von Anouar Brahem auf Blue Maqams, aufgenommen im Jahr 2017. Dazwischen lagen eine Vielzahl von Aufnahmen als Leader, Co-Leader oder inspirierender Mitwirkender in einer breiten Palette von Stilen und Idiomen. Was Jack in jede Session einbrachte, ging stets über die Rolle eines „Sideman“ hinaus; er stand immer im Mittelpunkt des musikalischen Geschehens und war die Seele der Dinge. Am Sonntag, dem 26. Oktober, dem Tag von Jacks Tod, besuchte Manfred Eicher im Rahmen der Schweizer Filmwoche in München eine Vorführung seines Films „Holozän“ im Theatiner-Kino – Jack spielt eine wichtige Rolle in der Filmmusik, als Teil von Keith Jarretts „Standards“-Trio mit „Ecstacy“ aus dem Album Changeless von 1989. „Als ich aus dem Kino kam, ging mir die von Keith, Jack und Gary untermalte Szene nicht mehr aus dem Kopf. Jack an den Toms, der die Gruppe wie immer vorantrieb, nachdenklich, aber mit so viel stiller Energie. Das beschäftigte mich den ganzen Tag …“
© ECM, 29.10.2025