„Der Sound von Broodmen hat seine Wurzeln in ihrer gemeinsamen Kindheit in Novi Sad, Serbien, und vereint gefühlvolle und melancholische…
Beim Lesen der Rezension von Troy Dostert auf Allaboutjazz ging es mir durch den Kopf: Ich würde gern mal eine Kritik zu Kritiken verfassen: schau: Unter den jüngsten Partnerschaften im Bereich der freien Improvisation ist das Saxophon-Schlagzeug-Duo Rodrigo Amado und Chris Corsano eines der dynamischsten und mitreißendsten im Bereich freie Improvisation – wie will man so etwas messen?
Ich ahne schon: er will seinen Superlativ loswerden und seine Begeisterung: aber sie hier, das Duo, immer gleich über alle anderen stellen – ich weiß immer nicht, ob ich da lachen oder weinen soll. Etwas, worüber im Jazzdiskurs zu wenig reflektiert wird: die Sprache der Rezensionen selbst.
Das Publikum ist längst außer sich, wenn Griot verklingt, die Spannung entlädt sich im finalen Track: Release is in the Mind. Ein Donnergrollen von Beginn an, was keinen Zweifel zulässt: es findet keine ruhige Heilung statt – eher eine explosive Katharsis. The Healing – die Heilung. Oder werden wir nicht vielmehr süchtig gemacht? Mit den besten Empfehlungen.
© Alle Texte: Clemens Verhooven
