Ein Gespräch mit John Densmore, der in den sechziger Jahren Schlagzeuger der Doors war, über das Weiterleben der Band nach Jim Morrisons Tod und den Streit um ihre erfolgreichen Songs.
DIE ZEIT: Mister Densmore, nach dem Tod des Sängers Jim Morrison nahmen die Doors noch zwei Alben auf. Ihre Kollegen Ray Manzarek und Robby Krieger versuchten sich als Sänger. Diese Platten waren lange schwer erhältlich und wurden erst jetzt neu aufgelegt. Wollten Sie an diese Aufnahmen lange nicht erinnert werden?
John Densmore: Es war eine merkwürdige Zeit nach Jims Tod. Wir drei waren im Studio und probten für unser nächstes Album, als wir von der Tragödie erfuhren. An dem Tag spielten wir einfach weiter, als wenn das nur ein finsterer Scherz von Jim gewesen wäre. Auch später war es die Musik, die uns half, die Fassung zu bewahren. Unsere musikalische Kommunikation war nach so vielen Jahren tief greifend. Wir wollten sie nicht einfach aufgeben.
ZEIT: Haben Sie nie daran gedacht, die Doors mit einem anderen Sänger fortzuführen?
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© DIE ZEIT Nr. 42/2015, 15. Oktober 2015
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